Willkommen bei unserem großen Schlagzeug Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Schlagzeug-Sets. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Schlagzeug zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Schlagzeug kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Viele träumen davon, wenige haben die Räumlichkeiten oder das nötige Kleingeld: das Spielen auf einem akustischen Schlagzeugset.
  • Dabei muss es sich gar nicht um eine so teure Anschaffung handeln – auch wenn die passenden Räumlichkeiten (leider) Pflicht bleiben.
  • Der folgende Ratgeber bringt Licht ins Dunkel der Schlagzeugwelt und zeigt dir auf, worauf du beim Kauf eines Schlagzeugsets achten solltest.

Schlagzeug Set Test: Das Ranking

Platz 1: XDrum Semi Schlagzeug Komplettset rot

Platz 2: XDrum Junior Pro Kinder Schlagzeug Drumset schwarz

Platz 3: XDrum Classic Schlagzeug Komplettset schwarz

Platz 4: Pearl Roadshow RS585C C31 Schlagzeug schwarz

Platz 5: XDrum Junior Kinder Schlagzeug Drumset rot

Platz 6: XDrum Junior Kinder Schlagzeug Drumset blau

Platz 7: Cherrystone 0754235504511 Kinderschlagzeug Komplettset blau/metallic

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du dir ein Schlagzeug-Set kaufst

Was brauche ich zum Schlagzeugspielen?

Bevor du dir ein Schlagzeugset anschaffst solltest du dir einen geeigneten Raum organisiert haben. Denn: Schlagzeuge sind, wie gemeinhin bekannt, sehr sehr laute Instrumente. Vor allen Dingen die tiefen Frequenzen einer Bassdrum sind sehr schwierig zu isolieren und können daher auch über weite Strecken hinweg noch wahrgenommen werden.

Akustische Schlagzeuge sind sehr laut. Jazz-Drummer haben gegenüber Rock-Drummern hier einen Vorteil, da das Spielen mit Besen und die kleinere Kickdrum den Lautstärkepegel positiv beeinflussen.

Geeignete Räume für Schlagzeuge sind Kellerräume (je tiefer der Keller desto besser), Scheunen oder generell abgelegene Orte, sowie Bunker oder Garagen. Bei Schallisolation gilt die Grundregel: Einzig Masse dämmt den Schall nach außen hin. Je dicker also die Wand desto vielversprechender!

Wie laut ist ein Schlagzeug?

Vorsicht, das lässt sich nicht wirklich generalisieren, sondern ist vor allen Dingen auch genreabhängig. Sanfte Jazzstücke oder auch Balladen sind nicht mit Metal-Songs vergleichbar.

Oft werden unmittelbar am Schlagzeug die Becken oder die Snare besonderes laut wahrgenommen. Das, wovon die Nachbarn allerdings noch am meisten haben sind die tiefen Frequenzen der Kickdrum. Das liegt in der Natur tiefer Frequenzen; ihre Wellenlänge ist länger und bedarf viel dickereren Materialien um sie abzuschirmen. Jeder kennt das Phänomen, dass man vor dem Nachtclub nur das Wummern der Kick hört, während man die Details des Songs erst wahrnimmt, wenn man den Club betritt.

Trotzdem: Auch generell ist Schlagzeug schon ein sehr lautes Instrument. Nicht umsonst sollte man als Drummer mit Gehörschutz spielen. Ein Schlagzeug kann durchaus 110 Dezibel laut werden, was in etwa der Lautstärke einer Motorsäge gleicht.

Wer keinen geeigneten Keller- oder Übungsraum besitzt, sollte sich nach elektronischen Schlagzeugen umsehen. Wer bereit ist etwas Geld in die Hand zu nehmen kann hier mit sehr guten Alternativen zum akustischen Schlagzeug rechnen.

Aus welchen Komponenten besteht ein Schlagzeugset?

Will man es ganz allgemein halten besteht ein Schlagzeug aus nur drei Teilen:

  • Trommeln
  • Becken
  • Hardware (Ständer und Halterungen für Trommeln und Becken)

Also im Grunde ganz einfach. Natürlich wird es doch noch ein wenig spezieller.

Trommeln

Bei den Trommeln unterscheidet man im drei wesentliche:

  • Bassdrum/Kickdrum
  • Snare-Drum
  • TomToms

Die Bassdrum wird mittels Pedal angeschlagen und erzeugt einen tiefen, im Besten Fall drückenden Klang. Sie gibt den Beat vor und ist eines der wichtigsten Elemente.

Die Snare hat einen oft einen peitschenden, helleren und klaren Sound. Durch den Teppich, der auf der Unterseite der Snare angebracht ist erfolgt das typische Schnarren. Im Taktraster liegt die Snare meist auf den Zählzeiten 2 und 4 (bei moderner Pop/Rockmusik). Wenn du also zu einem Song mitklatscht hast, klatscht du wahrscheinlich zusammen mit der Snare.

Die Snare ist ebenso ein extrem wichtiges Element beim Schlagzeugspiel. Hier ist auch nicht nur der Sound, sondern auch das Spielgefühl wichtig, da eine Snare einen guten Rebound besitzen sollte, sodass auch schnelle Trommelwirbel möglich sind.

TomToms werden meistens in Fills eingesetzt. Denke einfach an „In the air tonight“ von Phil Collins, dann weißt du was gute Toms ausmacht. Wenn du allerdings Anfänger bist solltest du eher auf die Qualität der Kick, Snare und Hihat achten, da diese einfach am meisten benutzt werden.

Becken

Bei Becken kann man auch einige Wesentliche unterscheiden:

  • Hihat
  • Crash-Becken
  • Ride-Becken

Die Hihat ist zusammen mit der Snare und der Bassdrum das Wichtigste Element bei einem Schlagzeug. Die Hihat ist zudem das komplexeste Instrument. Sie besteht aus zwei aufeinandergelegten Becken, die mittels eines Fußpedals geöffnet oder geschlossen werden können.

Bei einem klassischen Rock/Pop-Groove werden Achtelnoten auf der geschlossenen Hihat gespielt. Diese kann geöffnet werden um Akzente an bestimmten Stellen zu setzen.

Du solltest auf die Qualität der Hihat besonderen Wert legen, da sie ein zentrales Element in deinem Schlagzeugspiel einnehmen wird.

Crash und Ride-Becken sind weniger wichtig als die Hihat, wenngleich nicht zu vernachlässigen. Crash-Becken haben einen krachenden Klang, der oft nach Fills auf der ersten Zählzeit gespielt wird. Crash-Becken gibt es in unterschiedlichen Größen und Dicken – beides beeinflusst den Klang und die Widerstandsfähigkeit gegen harte Schläge.

Im Gegensatz zum Crash-Becken soll das Ride-Becken präzise spielbar sein und mit weniger „Wash“-Sound nachklingen. Du kannst mit dem Becken auch Akzente mithilfe der Kuppe setzen, aber vorzüglich unterstützt es den Rhythmus. Zu Jazzmusik könnten z.B. eher Ride-Becken passen, die empfindlicher reagieren und nicht so durchdringend sind.

Im Gegensatz dazu sollten in lauten Musikrichtungen wie z.B. Rock die Becken lauter klingen, um sich gegenüber anderen Instrumenten durchsetzen zu können.

Hardware

Als Hardware bezeichnet man bei Schlagzeugen jegliche Arten von Ständern und Pedalen, die man zum Spielen des Drumkits benötigt. Dazu gehören insbesondere:

  • Beckenständer
  • Snareständer
  • Tomständer
  • Ständer für Fußmaschinen
  • HiHat-Maschine
  • Drumrack
Snareständer

Zwei Dinge sind hier von Bedeutung. Erstens muss man die Höhe und den Neigungswinkel einstellen können, damit in einer optimalen Position gespielt werden kann. Zweitens darf die Halterung den Snareteppich und die kleine Trommel selbst nicht beschädigen bzw. behindern.

Tomständer

Auch hier gibt es ein– und doppelstrebige Ständer. Wie auch bei den anderen, ist der einstrebige Ständer nicht so stabil. Außerdem müssen auch hier die Ständer verstellbar sein. Du solltest Standtomständer vom Anbieter bei dem du auch die Toms gekauft hast bestellen. Meistens werden nämlich keine Ständer in universeller Größe angeboten.

Fußmaschine für die Bass-Drum

Wichtig ist natürlich, dass das Pedal nicht rutscht und vielleicht sogar auf dem Boden fixiert ist. Es muss außerdem solide gebaut und leichtgängig zu bedienen sein. Hierfür sollten Gelenke und Wellen mit Kugel– bzw. Nagellagern ausgestattet sein.

Ein weiteres Kriterium ist, ob der Schlägerhalter drehbar und somit justierbar ist. Auch die Rückhaltfeder muss gut zu erreichen sein. Einige Drummer bevorzugen auch Fußmaschinen, bei denen sie den Antrieb zwischen Kette und Band wechseln können. Welche von beiden Sie präferieren ist Geschmackssache.

Es gibt Einzel– und Doppelfußmaschinen. Wie der Name schon vermuten lässt, können Einzelfußmaschinen nur einen Schläger benutzen. Bei einer Doppelfußmaschine haben Sie nun aber zwei Pedale, wobei eines per Welle die Bewegung auf den zweiten Schläger überträgt. Sie ermöglicht ein sehr schnelles Spiel.

Hi-Hat-Maschine

Der Ständer sollte sehr stabil stehen und wird ein– und doppelstrebig angeboten. Die doppelstrebigen Hi-hat Ständer haben einen tieferen Schwerpunkt und sind insgesamt schwerer, was für einen festen Stand sorgt.

Die Federspannung und die Stellschraube für das Bottom-Hi-Hat müssen gut erreichbar und justierbar sein.

Wenn du Platzprobleme hast, weil du beispielsweise eine Doppelfußmaschine für die Bass-Drum benutzt, die nicht neben den Hi-Hat-Ständer passt, bietet sich eine Kabel-Hi-Hat an. Wie der Name andeutet, sind Fußpedal und Hi-Hat durch ein Kabel verbunden. Dadurch kann die Hi-Hat fast überall stehen und nimmt keinen Platz weg.

Drum-Rack

Ein Drum-Rack ist eine stabile Konstruktion, an die Sie die meisten Teile Ihres Drum-Sets anbringen können. Es ist ein sehr stabiler Rahmen, der TomToms, Becken usw. hält. Dadurch hast du nicht zu viele Ständer im Weg stehen.

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#HeartBeforeBeat with @kevin.connally ____ Sometimes you gotta take advantage of having your kit in a well lit photo room. But in all seriousness – if I can be honest – I’m in a new season, a season of believing that I’m no longer an exception to receiving breakthrough for my life, my career, my relationships, my finances, the list goes on. I will see breakthrough happen in those areas and more and I’ve decided that I will be faithful and obedient to what God puts in front of me and I will do my best to do it with excellence. I have been trying to take new ground for what my legacy will be and what I get to leave to my future children some day. My breakthrough isn’t because of me BUT it is because of Jesus being at the centre and I wouldn’t want it any other way. . . . . . . #vsco #vscocam #thestorycontinues #LTD #nashville #musicians #drums #thankful #thanksJesus #grace #vscofilter #drummer #COTH #gretschdrums #HeartBeforeBeat #heartbeatcymbals #drummerpost #drumset #nashvilledrummer #ableton #promark #bigfatsnaredrum #dw5000 #worshipdrummer

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Aus welchen Materialien besteht ein Drumkit-Set?

Kesselmaterialien

Traditionell bestehen die meisten Drum-Kessel aus Holz. Dabei gibt es aber zwei unterschiedliche Herstellungsarten. Zum einen können Kessel aus Vollholz bestehen. Das bedeutet, dass sie aus einem großen Stück Holz herausgearbeitet werden. Das Verfahren ist zeitintensiv und mit hohen Kosten verbunden. Deshalb wird größtenteils die zweite Bauweise gewählt. Hierbei werden mehrere Schichten Holz miteinander unter Druck verklebt.

Im Vergleich stehen die Laminate den Vollholzkesseln aber kaum in etwas nach, egal ob Klang, Präzision der runden Form oder Gratung usw. Dieser Fakt und das optimale Preis/Leistungsverhältnis ist auch der Grund, warum viele Tophersteller sich größtenteils auf laminierte Kessel spezialisieren.

Viele Drummer stehen trotzdem für den unnachahmlichen Klang eines Kessels aus Vollholz ein. Diese sind aber im Vergleich sehr kostenintensiv.

Das heute wohl beliebteste Material ist das Ahornholz. Es klingt warm und klar und bringt besonders die Tiefen deutlich hervor. Die hohen und mittleren Tonlagen sind harmonisch und werden normal unterstützt.

Birkenholz hebt höhere und tiefe Lagen hervor und klingt dadurch etwas spitzer als Ahorn, aber ausgewogen. Es setzt sich dadurch auch etwas besser im Drum-Kit durch.

Die kraftvollen Klänge der Buche werden besonders in den Tiefen und Mittellagen deutlich. Sie gilt als Kombination von Ahorn und Birke und vereint dabei die Wärme des Ahornholzes und die Durchsetzungskraft der Birke.

Eichenholz unterstützt auch wieder die Tiefen, aber gleichzeitig sind Höhen und Mittellagen auch sehr klar und deutlich. Dieses ausgewogene Holz ist damit sehr vielseitig.

Das ehemalige Standardmaterial der Kesselproduktion ist Mahagoni. Weil es aber ziemlich teuer ist, wird heute oft alternativ Ahornholz verwendet. Auch wenn beide Hölzer die Tiefen unterstützen, ist das Mahagoniholz klanglich aber noch viel Wärmer.

Neben dem teureren Mahagoni gibt es das Pappelholz. Es wird wegen der ähnlichen Eigenschaften als Ersatz für Mahagoni, Ahorn und Birke eingesetzt, da es günstiger ist. Hersteller benutzen Pappel oft in Kombination mit den eben genannten Hölzern, wobei die inneren Schichten für das günstigere Holz bestimmt sind und nach außen hin zum Beispiel Ahorn oder Mahagoni verwendet werden.

Vom Klangumfang ähnelt Lindenholz dem Sound von Ahorn und Mahagoni und hebt Basslagen hervor. Es ist dementsprechend eine weitere, schnell nachwachsende und günstige Alternative.

Kesseldicke

Im Großen und Ganzen gibt es zwei gängige Dickegrade von Laminaten.

Die Dicken eignen sich eher für Rock- oder Metal-Kits. Durch eine dickere Wand werden die Vibrationen schwerer vom Fell übernommen. Das hat zur Folge, dass der Klang direkter und lauter ist. Der typische Holzsound bleibt ein wenig auf der Strecke. Diese Kessel sind dann circa 7,5 mm dick.

Die dünnen Trommeln klingen natürlicher und der Grundton ist etwas tiefer und fetter. Sie haben mit ihrem holzigen und dynamischen Klang 5 mm dicke Wände.

Wie viele Schichten im Laminat miteinander verklebt werden, hängt vom Durchmesser ab. Je größer dieser ist, desto stabiler muss die Außenwand sein. Darum sind mehr Schichten von Nöten. Die Anzahl variiert von den kleinen Drums mit vier Holzschichten bis zu 9-schichtigen Kesseln.

Die Kesseldicke nimmt aber nicht unbedingt mit Anzahl von Schichten zu. Die Hersteller nutzen nämlich Schichten unterschiedlicher Stärke, um zum Beispiel in der Lage zu sein, eine stabile Bass-Drum mit fetten Bässen und natürlichen Klängen zu bauen. Dieser Sound kann aber nur durch dünne Laminatschichten produziert werden.

Die Stelle an der das Schlagfell auf der Trommel liegt, nennt man Gratung und wird auf verschiedenste Weise von Herstellern geformt, um unterschiedliche Klangbilder hervorzurufen.

Marcel TippmannExperte für Musikequipment

„Solltest Du in einer Wohnung leben und evtl. auch am späten Abend spielen wollen, ist vielleicht ein E-Drumset etwas für Dich. Du kannst fast jederzeit nahezu lautlos – bis auf das Klackern auf den Gummi- und Meshheads – zu jeder Tages- und Nachtzeit drumen und den Sound über den Kopfhörer ausspielen. Achte hier – wie auch bei akustischen Sets – auf die Erweiterungsmöglichkeiten und höre dir vorher die Sounds an, ob sie zu Deinem Geschmack passen. “

An diesem Punkt wird natürlich auch ein Teil der Vibration durch die Auflagefläche gedämpft, aber auch die Vibration des Fells auf das Holz übertragen. Somit hat man hier einen entscheidenden Einfluss, wie der Sound übertragen werden soll. Eine unsauber gefertigte Gratung kann den Drum-Klang sehr verschlechtern.

Die Gratung eines Kessels ist essentiell für den resultierenden Klang.

Es gibt verschiedene Arten und Formen, die sich etabliert haben:

Die einfache 45 ° Gratung sorgt für eine relativ breite Auflagefläche. Die Gratung besteht aus einer von außen nach innen verlaufenden, im 45 ° Winkel abfallenden Fläche. Somit wird im Vergleich mit anderen natürlich auch mehr vom Klang gedämpft und der Sound ist etwas tiefer.

Die doppelte 45 ° Gratung ist etwas anders gebaut. Hier fallen zwei Flächen von der Mitte des Randes im 45 ° Winkel ab (erinnert an ein Satteldach). Diese Form sorgt für einen variablen und offenen Sound und wird heute sehr häufig für Kessel benutzt. Diese Form erleichtert auch das Stimmen der Drums.

Die abgerundete doppelte 45 ° Kesselgratung hat eine größere Auflagefläche und klingt dementsprechend auch dumpfer. Im Grunde sieht sie wie die doppelte 45 ° Gratung aus, mit dem Unterschied, dass die Spitze des Satteldachs nun abgerundet ist.

Eine andere der vielen Möglichkeiten ist die Vintage Roundover Gratung. Diese ist wie ein langgezogener, nach außen gewölbter Halbkreis. Hier ist die Auflagefläche noch größer und der Sound ist sehr warm und voll.

Es gibt natürlich noch mehr Varianten. Grundsätzlich kann man sich aber merken:

foco

Eine größere Auflagefläche durch flachere Winkel dämpft den Klang. Spitzere Winkel in Verbindung mit einer scharf (spitz) geschliffenen Gratungsspitze sorgen für mehr Volumen und einen offeneren Klang.

Beckenmaterialien

Die meisten Becken sind heutzutage aus einer Bronze Legierung gefertigt. Aber mit Änderung des Mischverhältnisses von Zinn und Kupfer können unterschiedliche Bronze-Legierungen mit unterschiedlichen Eigenschaften entstehen.

Die meist genutzte Bronzelegierung ist die sogenannte B20-Bronze. Der Zinnanteil liegt hier bei 20 %. Beckenhersteller feilen immer an dem Mischverhältnis und probieren auf der Suche nach neuen Klängen auch andere Metalle mit einzuarbeiten. Diese Verfahren werden aber geheim gehalten und so beschäftigen wir und mit den gängigsten Formen.

Sobald im Bronzegemisch der Anteil des Zinns über 8 % steigt, ist die Legierung zweiphasig. Was bedeutet das? Einfach gesagt ist das Gemisch, wie zum Beispiel die B20-Bronze, nun nur beschränkt formbar, was den Herstellungsprozess erschwert. Die sogenannte formbare Bronze wurde entwickelt, um leichter und somit günstiger Becken zu produzieren, doch haben die Hersteller bis heute nicht den Klang der original B20-Bronze in Ihnen reproduzieren können.

Die Vorteile der B8-Bronze beschränken sich aber nicht auf den günstigen Preis, sondern auch auf die Widerstandsfähigkeit. Diese Legierung ist robuster und somit für Musikstile wie Rock geeignet, wo die Becken mit mehr Kraft angeschlagen werden. Auch für Anfänger ist das ein Vorteil. Dadurch laufen sie nicht Gefahr ein teures Becken durch falsche Spielweise zu beschädigen.

Zwei andere Legierungen sind Messing und Nickelsilber. Beide sind in der Herstellung und vom Material her günstig und somit gut für Einsteiger. Messingbecken wirken gedämpfter und wärmer, als Bronzebecken und werden deshalb nicht so gern benutzt. Anteilig bestehen sie aus 38 % Zink und 62 % Kupfer.

Nickelsilber ist eine Legierung aus 12 % Nickel und Kupfer. Auch dieses Metallgemisch ist günstig und häufig im Anfängerbereich oder seltener im Hochpreisbereich zu finden. Im Letzteren versucht man, besondere Klänge zu erzeugen. Der Grundton bei Nickelbecken ist sehr hell.

Selbst zusammenstellen oder ein Schlagzeugset kaufen?

Ist man sich erstmal der ganzen einschränkenden Kriterien bewusst und kommt zu der Entscheidung, dass man in der Lage ist regelmäßig an einem akustischen Schlagzeug zu üben, steht man vor der Frage, ob man sich ein Schlagzeugset kaufen sollte oder sich die einzelnen Komponenten selber heraussuchen sollte.

Anfänger tun gut daran sich zum Einstieg ein Schlagzeug-Komplett-Set zu kaufen. Fortgeschritten Drummer können sich ihr eigenes Kit aus den einzelnen Komponenten zusammenstellen.

In der idealen Welt kauft man sich ein Schlagzeug fürs Leben und entgeht somit Ausgaben zur zweit- oder dritt Anschaffung. Allerdings muss man als Anfänger erst einmal das Instrument begreifen lernen um die verschiedenen Angebote, die es am Markt gibt, bewerten und einschätzen zu können.

Deswegen empfiehlt sich für Anfänger erst einmal ein mittelklassiges Schlagzeugset. Von sehr günstigen Varianten ist abzuraten, da hier die Qualität den Spaß am Spielen enorm mindern kann.

Was kostet ein Schlagzeugset?

Günstigste Sets bekommt man ab 150 Euro, was nicht gerade für hochwertige Qualität der einzelnen Instrumente und der Hardware spricht. Schau außerdem genau hin, ob nicht doch Komponenten fehlen.

Mittelpreisige Sets findest du zwischen 750 bis 1.500 Euro und sollten schon eher dem entsprechen, was man unter Qualität versteht. Die Premiumprodukte findet man bei 2.000 bis 3.000 Euro. Die Empfehlung lautet jedoch: wenn du soweit bist und du dir ein wirklich gutes (und teures) Schlagzeug kaufen willst, stelle dir lieber selbst eins nach deinen eigenen Wünschen zusammen.

schlagzeuger spielt schlagzeug

Schlagzeuger sind der Motor jeder Band. (Foto: StockSnap / pixabay.com)

Ist Schlagzeugspielen schwierig?

Beim Schlagzeugspielen verläuft die Lernkurve anfangs extrem steil, das heißt du wirst innerhalb sehr kurzer Zeit in der Lage sein beispielsweise eine (Pop-)Band zu begleiten – vorausgesetzt du bringst das richtige Taktgefühl mit.

Wenn du aber nicht nur Pop, sondern auch Metal oder Jazz spielen willst, verhält es sich mit dem Schlagzeug wie mit allen anderen Instrumenten: bist du es gemeistert hast werden einige Jahre mit tausenden von Stunden Übung ins Land gehen.

Muss ich mein Schlagzeug stimmen?

Anfänger werden vielleicht verwirrt sein, da sie sich fragen, wie man ein Schlagzeug denn stimmen soll. Die Antwort: mach dir am Anfang über das Stimmen der Drums keine Gedanken.

Das Stimmen der Toms und der Snare wird dann wichtig, wenn man das Schlagzeug aufnehmen will und die klingenden Frequenzen an den Grundton des Stückes anpasst. Wenn du soweit bist: im Internet finden sich viele Anleitungen zum Stimmen der Drums. Anfangs ist dies weniger wichtig.

Du kannst jedoch durchaus mit der Bespannung des Snarefells herumspielen, um die Klangcharakteristik der Snare zu formen. Je fester du es spannst, desto heller und klarer wird der Klang.

Wie lerne ich Schlagzeug am effektivsten?

Durch das Internet bieten sich hier verschiedene Möglichkeiten. Es ist auch nicht einfach anzunehmen, dass ein privater Lehrer immer die beste Option ist.

Eine gute Vorgehensweise ist sich am Anfang einen guten Lehrer zu nehmen um die Grundlagen wie Haltung und Anschlagtechnik zu lernen. Auf diese Weise entwickelt man nicht gleich schon am Anfang lästige Angewohnheiten.

Wenn die Grundlagen sitzen kannst du eine Weile lang mithilfe von Internetressourcen gut weiterkommen und dann bei Bedarf immer wieder Privatunterricht nehmen.

Wie man am Besten lernt ist aber auch eine individuelle Entscheidung; manche Menschen mögen es beispielsweise nicht wenn man Ihnen etwas vorschreibt, andere wollen geführt werden usw. Ein Stück weit musst du das also für dich alleine herausfinden.

Entscheidung: Welche Arten von Schlagzeugen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Wenn du dich dafür entscheidest ein Schlagzeugset zu erwerben stehst du vor der Auswahl welche Art von Kit du bevorzugst. Im Wesentlichen unterscheidet man hier zwischen vier wesentlichen Setups:

  • Minimal Kits
  • Jazz-kits
  • Fusion-Kits
  • Rock-Kits

Jedes dieser Kits ist im Hinblick auf verschiedene Zielsetzungen hin entworfen worden und bietet so gewisse Vor- und Nachteile.

Vor- und Nachteile von Minimal-Kits

Das Minimal-Kit besteht einzig aus den Groove-gebenden Instrumenten. Dazu gehören die Bass-Drum (18-22 Zoll) für den tiefen Grundrhythmus, die akzentuierte Snare-Drum (14“ Durchmesser x 5,5 oder 6,5 Zoll Tiefe) und die Hi-Hat.

Ein Minimal-Kit ist das kleinste Schlagzeug, dass für Anfänger perfekt geeignet ist, da es aus wenig Komponenten besteht und somit günstig ist. Trotzdem erfüllt es die wichtigsten Kriterien, die für einen Anfänger wichtig sind.

Vorteile
  • Günstig
  • Klein und handlich
  • Oft hohe Qualität der Komponenten
Nachteile
  • Zwangsläufige zusätzliche Anschaffung von Becken und Toms
  • Stilistik stark begrenzt

Mit dem Minimal-Kit kannst du nämlich sämtliche Basisrhythmen aus allen Musikrichtungen trainieren. Rhythmus- und Koordinationsübungen sind anfangs zudem die wichtigsten Baustellen.

Ein weiterer Vorteil an diesem Set ist, dass Sie es einfach ausbauen können. Zusätzlich können Sie dann auch bei Bedarf eine Floor-Tom (z.B. 16 Zoll) und ein Ride/Crash-Becken dazu kaufen. So kann man eventuell doppelten Ausgaben entgehen – trotzdem, man ist mit einem Minimal-Kit stark eingeschränkt. Von vielen Drummern kennt man die Aussage, dass das was tatsächlich am meisten Spaß macht die Fills sind – die meistens auf Toms oder Becken gespielt werden.

Wer also langfristig Schlagzeug spielen will, sollte sich definitiv auch Toms und zusätzliche Becken anschaffen.

Vor- und Nachteile von Jazz Kits

Das Jazz-Kit/Bebop-Kit hat zusätzlich noch eine Hängetom (12 Zoll). Somit war und ist es immer noch sehr kompakt und eignet sich sehr gut für kleine Bühnen und häufige Transporte.

Noch anzumerken ist, dass beim Jazz eine filigrane, akzentuierte Spielweise produziert werden soll. Demnach sollten die Bass-Drum sowie alle anderen Kessel eine relativ kleine Tiefe im Gegensatz zu normalen oder Rock-Kits haben.

Vorteile
  • Noch recht klein und handlich
  • Perfekt für Jazz
Nachteile
  • Kein Multitalent
  • Einschränkungen für verschiedene Stilrichtungen, die bspw. mehrere Toms benötigen

Dadurch ist zum einen die Tonhöhe insgesamt höher, aber wichtiger ist dabei die geringere Lautstärke und das kürzere Sustain, was ein präzises Spiel ermöglicht. Auch die Becken sollten relativ dünn und leichter sein, damit Sie sich leichter und präziser anspielen lassen.

Die relativ eindeutige Einschätzung solcher Kits: Wer Jazz spielen will, sollte sich ein Jazz-kit zulegen. Zwar kann man auch auf einem Jazz-Kit andere Genres spielen, wer jedoch hauptsächlich andere Genres spielen will, wird mit einem Jazz-Kit nicht zufrieden sein.

Vor- und Nachteile von Fusion Kits

Die wohl am weitesten verbreite Schlagzeugform ist das sogenannte Fusion-Kit. Hier stehen neben Bass-Drum (20 – 22 Zoll), Snare-Drum (14 Zoll x 5,5 Zoll oder 14 Zoll x 6,5 Zoll), Hi-Hat-Becken und Ride/Crash-Becken auch zwei Hängetoms (10 Zoll und 12 Zoll) und Floor-Toms (14 Zoll und/oder 16 Zoll) zur Verfügung.

Der Gedanke bei Fusion-Kits ist Folgender:

Um in Drum-Kits mehr klangliche Variabilität und Vielseitigkeit zu bekommen, haben viele Drummer dem Schlagzeug drei oder sogar vier Toms hinzugefügt. Wenn man diese geschickt unterschiedlich stimmt, kann der Charakter eines Drum-Sets deutlich geändert, verstärkt, oder hervorgehoben werden. Denk nochmal an „In the air tonight“ – für solche Fills benötigt man mindestens ein Fusion-Kit.

Vorteile
  • DAS Standard-Drumkit
  • Stilistisch vielfältig
  • Vielfältge Individualisierungsmöglichkeiten
Nachteile
  • Gute Qualität kann hier einiges kosten
  • Groß und unhandlich
  • meist deutlich lauter als Jazz- oder Minimal-Kits

Somit bestimmen nachher die Toms in Fill-Ins, also Solostellen, Übergangspassagen oder Improvisationen, die Klangfarbe des Sets. Die Einschätzung:

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Ein Fusion-Kit ist das Standard-Schlagzeug und empfiehlt sich uneingeschränkt für Anfänger und Fortgeschrittene!

Vor- und Nachteile von Rock Kits

Bei Rock-Kits kommt es darauf an knallende und laute Sounds zu erzeugen, die sich zum einen gegenüber den anderen relativ lauten Instrumenten gut durchsetzen und zum anderen die Intensität eines Rock-Songs verkörpern können.

Dieser Effekt wird mit größeren Trommeln erreicht; sowohl Tiefe als auch Durchmesser der Trommel sind deutlich höher. Wenn ein Kessel tiefer (bzw. länger) ist, erhöht sich nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Länge des Sustain.

Länger klingende Trommeln setzen sich auch besser durch und tragen den Ton weiter, doch Sie müssen dabei leider Einbüßen beim Anschlag machen. Dieser klingt nun nicht mehr so präzise, wie beim Jazz-Kit. Für Rock-Drums geht dies aber in Ordnung. Außerdem wird der Grundton mit größerer Tiefe der Trommel auch tiefer.

Auch die Becken sind bei Rock-Kits stabiler, schwerer und dicker. Der Grund dafür ist, dass, im Gegensatz zum Jazz, beim Rock die Drums und Cymbals stärker bearbeitet bzw. angeschlagen werden. Dementsprechend müssen sie stabil genug sein, um dem Enthusiasmus des Drummers im Rockrausch standzuhalten.

Vorteile
  • Durchsetzungsfähiger, lauter Sound perfekt für Rock und Metal
  • Viele Elemente, damit vielfältige Spielweisen möglich
  • Toller Look
Nachteile
  • Die großen Trommeln eignen sich nicht für jedes Genre optimal
  • Preislich am oberen Ende des Spektrums
  • Groß und unhandlich

Natürlich gehen bei dickeren Becken die Wash-Effekte verloren, die man zum Beispiel beim Crash-Becken erzeugen möchte. Es wird auch schwerer die Becken überhaupt in Schwung zu bringen, das heißt, dass der Anschlag nicht mehr leichtgängig sein wird. Zwei weitere Veränderung, die mit dicken Becken einhergehen, sind der stärkere Ping-Sound und ein längerer Sustain.

Im Detail werden häufig sehr große Bass-Drums mit einem Durchmesser von 24 bis 26 Zoll benutzt. Des Weiteren sind die Standtoms auch mit 16 bis 18 Zoll etwas größer als normal. Es werden auch Rock-Sets mit zwei Foottoms gespielt. Eine andere beliebte Änderung im Hardrock- und Metalbereich ist die Nutzung von zwei Bass-Drums.

Dieses Double Bass-Drum Kit ermöglicht schnelleres und noch voluminöseres Spiel. Wider Erwarten kommt dieses Set ursprünglich aus dem Jazz-Genre und hat sich erst später in Rock-Kits etabliert. Eine weitere Möglichkeit, um schneller spielen zu können, ist eine Doppelfußmaschine. Mit Ihr können Sie eine große Trommel mit zwei Schlägern und zwei Pedalen gleichzeitig bespielen.

Rock-Kits können eine Sache richtig gut: Rock-Musik machen. Dies ist ihre Stärke, dafür wurden sie entwickelt. Der harte und laute Klang solcher Kits eignet sich aber nicht optimal für jedes Genre. Wer aber gerne Rock-Musik hört und sein Schlagzeugspiel auch in diese Richtung entwickeln will, sollte über die Anschaffung eines Rock-Kits nachdenken.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Schlagzeugsets vergleichen und bewerten

Gerade für Anfänger ist es schwierig zu bewerten, ob es sich um ein gutes oder schlechtes Schlagzeugset handelt. Die Qualität eines Schlagzeugsets bestimmt sich aus der Qualität der einzelnen Komponenten. Das heißt es kann durchaus sein, dass du in einem Set eine qualitativ hochwertige Snare bekommst, die Bassdrum aber zu Wünschen lässt.

Am bestens ist es deswegen sich einen Gesamteindruck des Schlagzeugsets zu machen, indem man die einzelnen Komponenten hinsichtlich Verarbeitung, Klang und Spielweise bewertet.

Qualität der Bassdrum

Die Bassdrum besteht aus einem Holzkessel und einem kräftigen Schlag- und einem dünneren Resonanzfell. Zur Drum gehört außerdem die Fußmaschine, die den Fußtritt in einen Schlag übersetzt. Meist findet man Größenbereiche im Durchmesser von 18 Zoll bis 24 Zoll. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen.

Wenn du mit dem Klöppel gegen das Resonanzfell triffst sollte ein tiefer, drückender Klang zu hören sein. Am Besten ist dieser auch einigermaßen kompakt und klingt nicht lange aus. Durch ein nachträgliches Aufspannen eines neuen (und besseren) Resonanzfells kannst du hier auch im Nachhinein noch ordentlich was am Klang drehen. Der Klang wird natürlich auch vom Pedal und von der Größe der Bassdrum beeinflusst. Je größer die Bassdrum, desto tiefer die Frequenz.

Im Idealfall ist der Kessel der Bassdrum aus Vollholz gefertigt. Bei den meisten Schlagzeugsets wird dies aber zweifelsohne nicht der Fall sein. Beachte weniger das Fell der Bassdrum (dieses kann man leicht nachrüsten), sondern wie das Fell eingespannt wird.

Hält dieser Mechanismus? Was für Schrauben werden verwendet? Sind diese in einfachen Plastikgewinden oder wird Metall verwendet? Darüber hinaus sollte man auf die Lackierung des Kessels achten und ob sich bestimmte Materialien allgemein „billig“ anfühlen.

Die Qualität der Spielweise wird bei der Bassdrum eher über die Qualität des Pedals bestimmt. Trotzdem sollte man überprüfen, welches Bassdrumfell verwendet wird, so kann man sich vergewissern, ob man direkt nach Anschaffung des Schlagzeug-Sets noch einmal Geld für Felle investieren muss.

schlagzeug set

Die Hauptfunktion des Schlagzeuges in einer Band ist das Erzeugen eines Grundrhythmus, der die Band trägt und gemeinsam mit den anderen Instrumenten der Rhythmusgruppe (Bass und Keyboard) den tragenden Groove ergibt. (Foto: Pexels / pixabay.com)

Qualität der Snare

Direkt vor dem Drummer, im Zentrum des Schlagzeugs befindet sich die Snare-Drum. Mit Schlägen auf die zweite und vierte Zählzeit ist sie ein weiteres Metronom, dass den Groove nach vorn treibt. Sie hebt sich klanglich von den restlichen Becken und Trommeln ab und wird auch für Akzente benutzt.

Die Besonderheit im Klang ist auf den meist metallenen Snare-Teppich zurückzuführen, der der Trommel den charakteristisch schnarrenden Sound verleiht. Snare-Drums befinden sich außerdem standardmäßig meistens bei einer Größe von zehn Zoll bis 14 Zoll im Durchmesser.

Die Snare-Drum ist das einzige Element des Drumkits, dessen Kessel auch aus Metall (und nicht aus Holz) gefertigt sein kann.

Die meisten Snaredrums in Schlagzeugsets sind aus Holz oder Stahl; teurere Varianten werden aus Bronze, Kupfer oder Messing hergestellt. Anfangs sollte man sich hier über die Nuancen nicht allzu viele Gedanken machen und einfach sicherstellen, dass die allgemeine Verarbeitungsqualität der Snare stimmt.

Hier gilt ähnliches zu beachten wie bei der Bassdrum: Prüfe die Spannschrauben und die allgemeine Qualität der Lackierung. Sind Unebenheiten zu erkennen? Sind viele Teile aus Plastik gefertigt? Diese Dinge können Aufschluss darüber bringen, wie lange deine Snare-Drum durchhalten wird.

Mindestens genauso wichtig ist der Klang, wobei der Klang auch im Nachhinein noch positiv beeinflusst werden kann; beispielsweise durch das Verwenden anderer Spannringe, ein anderes Fell oder einen neuen Snare-Teppich.

Bei der Snare sind also insbesondere die Spannschrauben wichtig; sei dir sicher, dass diese gut halten und sich nicht lösen, sonst verändert sich der Klang der Snare beim Spielen.

Qualität der Hihat

Die Hihat ist neben der Snare und der Bassdrum das Wichtigste Element bei deinem Schlagzeugset.

Links vom Spieler befindet sich die Hi-Hat-Maschine, bestehend aus einem Ständer, einem Fußpedal und zwei Becken, die durch eine Feder auseinandergehalten werden. Beim Aufeinandertreffen entsteht ein Chick-Sound. Je nachdem wie weit man die Becken voneinander entfernt, können neben dem Beatcharakter auch mithilfe der Sticks, Akzente gesetzt werden.

Standardmäßig sind, wie die Ride-Becken, die Hi-Hat-Becken aus Bronze, Messing oder Nickel gefertigt. Die Standardgrößen hierbei liegen zwischen 8 Zoll bis 16 Zoll im Durchmesser.

Das wichtigste Kriterium ist hier, dass das Pedal die Hihat in der vorgegeben Stellung hält und nichts verrutscht. Denn man wählt ja mit bestimmter Intention wie weit man die Hihat öffnen möchte. Darüber hinaus ist bei der Hihat fürs erste nichts Besonderes zu beachten; denn im Notfall kann man auch hier beispielsweise Becken nachrüsten.

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Continuing to tune and tweak the mix on this fresh set of @evansdrumheads. I've really drawn a liking to the UV1's this year, they've been a great fit for the type of tom sound I've been going for. Especially that 16" UV EMAD (tom hoop version) is so sick. 🤤 Tuning wise on all three toms, I like to tune the batter heads around half a turn above finger tight, and the resonant heads fairly high, usually around a minor third above the batter head. Sometimes I measure the pitch, sometimes I don't, but approximating that interval tends to give me the best results. Funny enough, the toms won't stay on the kit for that long this time (I've got a new lesson project in the works… 😉), but at least now they are tuned up and good to go for the future.

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Qualität der TomToms

Über der Bass-Drum hängen und rechts neben dem Drummer stehen die TomToms. Es gibt tiefere und größere Standtoms und kleinere Hängetoms. Zusammen sind sie nicht für den Grundbeat, sondern zur Akzentuierung da und formen das Klangbild des Drum-Sets.

Wie viele Toms du brauchst, hängt von deinem Geschmack ab. In Standardsets gibt es meist zwei kleinere Hängetoms und eine größere Standtom. Auch Sie haben einen Holzkessel und meist zwei Felle.

Bei allen anderen Elementen als der Kick, Snare und Hihat kann man beim Schlagzeugset-Kauf erst einmal auch Kompromisse eingehen. Denn Toms und Crash-Becken spielt man einfach deutlich seltener an. Ansonsten gilt hier das, was auch bei Snare und Bassdrum gilt: Besonders wichtig ist die Qualität der Schrauben und Gewinde, sodass ein einmal gespanntes Fell auch seinen Pitch hält.

Wenn du dich preislich am unterem Rand bewegst, solltest du auch nicht allzu viel von deinen Toms erwarten; das macht aber nichts, da du diese im Laufe deiner Schlagzeugkarriere problemlos austauschen kannst.

Qualität der Becken

Becken sind leichter und günstiger nachzurüsten als die Bassdrum oder die Snare. Deswegen sollest du dir nicht allzu viele Gedanken über diese Elemente machen, wenn du ein komplettes Schlagzeug-Set kaufst.

Neben der HiHat unterscheidet man im Wesentlichen noch zwischen Crash-Becken und Ride-Becken.

Ride-Becken befinden Sie meistens zwischen Bass-Drum und Standtom rechts vom Drummer. Mit seinem klaren, definierten Sound wird der Rhythmus unterstützt. Es ist auf einem oft geraden Beckenständer befestigt.

Ride-Becken finden Sie in Bereichen von 18 Zoll bis 24 Zoll im Durchmesser. Darüber hinaus sind sie oft aus verschiedenen Bronze- oder Messinglegierungen. Die beliebteste und gleichzeitig aufwendigste ist die B20-Bronze. Diese ist aber auch empfindlicher als die günstigere, leichter zu variierende und herzustellende B8-Bronze. Deshalb ist die letztere auch besser für Anfänger. Andere Materialien sind Messing und Nickel.

Bei einem Rock-Kit ist auch immer mindestens ein Crash-Becken mit von der Partie. Es ist kleiner als das Ride-Becken und erzeugt einen verwaschenen, rauschenden, explosiven Klang, der schnell wieder abklingt. Das Crash-Becken wird meist nur für Akzente benutzt.

Für dieses Becken wird häufig ein Galgenständer benutzt. Hier liegen die Größen zwischen 14 Zoll und 20 Zoll. Die Crash-Becken sind auch entweder aus hochwertigem B20-Bronze oder günstigeren Bronze-, Nickel- oder Messinglegierungen.

Trotzdem: Mach dir am Anfang nicht zu viele Gedanken über Ride und Crash-Becken und konzentriere dich darauf, dass du eine gute Bass- und Snaredrum, sowie eine qualitativ hochwertige Hihat für dein Geld bekommst.

Qualität der Hardware

Die Qualität der Hardware ist im Grunde recht einfach zu beurteilen, da diese keinen Einfluss auf den Klang des Kits nimmt. Die Hardware wird gebraucht, um Stabilität in das Drum-Set zu bringen und die Handhabung zu erleichtern. Dazu gehören neben Fußmaschinen und Ständern alle Teile, die das Gerüst aus Instrumenten aneinanderhalten.

Bei der Entscheidung über die benötigten Eigenschaften solltest du dich immer fragen, ob du das Schlagzeug oft transportieren musst (beispielsweise bei Auftritten). In diesem Fall ist es ratsam, das Gewicht relativ gering zu halten.

Aber vielleicht besitzt du auch schwere Becken oder aber du spielst mit viel Intensität (z.B. bei Rock-Stücken). Dann solltest du auf eine stabile und schwere Hardware setzen.

Jedes Stück sollte rutschfest und Ihrer Spielweise anpassbar sein. Das heißt, dass du die Höhe, Position, Anschlagwinkel usw. justieren kannst. Natürlich sind auch diese Funktionen preisabhängig. Teurere Modelle haben einfachere, leicht zu erreichende und vielfache Einstellungsmöglichkeiten, doch auch günstige Hardware erfüllt Ihre Aufgaben.

foco

Tipp: Wenn du Probleme mit rutschenden Drumkits hast, kann dir vielleicht die Anschaffung eines Schlagzeugteppichs weiterhelfen. Dieser sorgt dafür, dass dein Drumkit während des Spielens nichts verrutscht.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Schlagzeug

Wie kann ich mein Schlagzeug aufnehmen?

Wenn du schon einige Zeit Schlagzeug spielst ist verständlich, wenn du dein Spiel auch einmal aufnehmen willst. Das ist auch eine super Methode, um dein Spiel zu reflektieren. Insbesondere das Spielen und Aufnehmen zusammen mit einem Metronom ist eine super Übungsmethode und hat schon den ein oder anderen Drummer entblößt.

Für solche zwecke eignet sich bereits ein einzelnes Mikrofon was du per USB an deinen Rechner anschließen kannst. Wenn du allerdings qualitativ hochwertige Schlagzeugaufnahmen begehrst, musst du (leider) ein wenig tiefer in die Tasche greifen. Du benötigst:

  • Ein Audio-Interface
  • Mehrere Mikrofone (am besten 7-8)
  • Mikrofon-Ständer
  • Mikrofon-Kabel
  • Eine DAW (Recording-Software)
  • Ein Paar Kopfhörer

Das Ganze kann durchaus an die 3000€ kosten – es lohnt sich darüber hinaus auch nur, wenn du einen einigermaßen akustisch isolierten Raum hast. Akustische Isolierung kannst du super mit Steinwolle erreichen, die du mit Plastikfolie bespannst und in IKEA-Bücherregale füllst.

Wenn du Lust hast professionelle Schlagzeugaufnahmen zu machen sei dir diese Video-Serie ans Herz gelegt:

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.focus.de/familie/lernen/forschung/erfolg-nach-noten-wissenschaft_id_2800585.html


[2] https://www.sticks.de/stories/die-geschichte-des-schlagzeugs/


[3] https://www.sticktricks.de/schlagzeug-lernen-einfache-ubungen-fur-den-einstieg-als-drummer/

Bildquelle: unsplash.com / Gabriel Barletta

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