Willkommen bei unserem großen Gitarrenverstärker Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Gitarrenverstärker. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, den für dich besten Gitarrenverstärker zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir einen Gitarrenverstärker kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Angebot an Gitarrenverstärkern ist immens. In kaum einem Produktfeld kann man so leicht die Orientierung verlieren; deswegen ist es wichtig sich mit der Materie auseinanderzusetzen. In diesem Artikel werden die wichtigsten Fragen, die es beim Kauf von Gitarrenverstärkern zu beachten gibt, beantwortet.
  • Gitarrenverstärker gibt es in drei wesentlichen Formen: Röhrenverstärker,Transistorverstärker und Modeling-Verstärker.Klanglich werden Röhrenverstärker meist immer noch als das Beste, was der Markt zu bieten hat, beschrieben. Modeling-Amps glänzen durch ihre Vielseitigkeit, während Transistorverstärker gegenüber den Röhrenverstärkern stark aufgeholt haben und tolle Klangeigenschaften besitzen.
  • Es gibt bei Gitarrenverstärkern entweder Topteile, die den Klang der Gitarre verstärken, aber nicht wiedergeben. Für die Wiedergabe werden stets noch Lautsprecher benötigt. Darüber hinaus gibt es auch Kombosysteme, die Topteil und Lautsprecher in einem Gerät vereinen.

Gitarrenverstärker Test: Das Ranking

Platz 1: Soundking AK20-GR Gitarrencombo

Platz 2: Gitarrenverstärker Vox Pathfinder

Platz 3: Soundking AK20-G Gitarrenverstärker

Platz 4: Roland Micro Cube GX Gitarrenverstärker

Platz 5: MG30GFX Black & Gold UK-Version

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du einen Gitarrenverstärker kaufst

Wie funktioniert ein Gitarrenverstärker?

Es ist wichtig ein Grundverständnis darüber zu besitzen, wie ein Gitarrenverstärker überhaupt funktioniert. Nur dann kannst du eine fundierte Kaufentscheidung treffen.

Gitarrenverstärker wurden ursprünglich entwickelt, weil sich die Gitarre in einer Big-Band neben Trompeten, Posaunen und Schlagzeug einfach nicht durchsetzen konnte. Was passiert nun in einem Verstärker?

Die Pick-Ups deiner E-Gitarre (die Magnete, die unter den Saiten am unterem Endes des Korpus zu sehen sind) erzeugen ein Magnetfeld. Vibriert nun eine Saite in einem bestimmten Ton, wird dieses Magnetfeld unterbrochen und es wird eine elektrische Spannung erzeugt.

Diese Spannung wird dann über ein Kabel in den Verstärker geleitet; dort wird diese verstärkt und über Boxen ausgegeben. Was genau hier auf physikalischer Ebene ist leider nicht ganz einfach zu verstehen. Wichtig ist nur zu wissen, dass es verschiedene verstärkende Bauweisen gibt, die unterschiedliche Ergebnisse generieren. Diese werden im Folgenden weiter erklärt.

Gitarrenspieler mit Verstärker

Wenn du eine Elektrogitarre spielen möchtest, benötigst du dafür einen Verstärker (Bildquelle: pixabay.com / PascalBeckmann).

Wie kann man Gitarrenverstärker klassifizieren?

Gitarrenverstärker kann man folgendermaßen klassifizieren:

  • Nach der Bauart (Combo oder Topteil)
  • Nach dem Einsatzzweck (E-Gitarre, Akustikgitarre, Bassgitarre)
  • Nach der Verwendung der verstärkenden Bauteile (Röhre vs. Halbleiter)
  • Nach der vorwiegenden Klangcharakteristik (clean, verzerrt, britisch, amerikanisch)

Die gute Nachricht: das Marktangebot ist mittlerweile so umfassend, dass man Verstärker in jeder Kategorie finden kann. Du findest also problemlos einen Comboverstärker für Akustikgitarre in Röhrenbauform mit britischer Klangcharakteristik. Gleichzeitig ist auch ein Topteil für E-Gitarren mit Halbleiterverstärkung und verzerrtem Sound kein Problem.

Der Nachteil hierbei: Das Angebot an Gitarrenverstärkern wird zunehmend unübersichtlich.

Das Angebot und die Vielfältigkeit an Gitarrenverstärkern ist enorm. Wenn du dir den Kaufprozess erleichtern willst, schaue nach welchen Verstärker dein Lieblingsgitarrist verwendet und probiere etwas in diese Richtung zu finden.

Nach der Bauart

Bei Gitarrenverstärkern gibt es im Wesentlichen zwei verschiedene Bauarten.

  1. Kombogeräte
  2. Topteil mit Boxen

Hierzu muss man verstehen, dass ein Verstärker selbst den Klang nicht wiedergibt; es wird lediglich das elektrische Signal verstärkt. Damit das ganze hörbar gemacht werden kann benötigt ein Verstärker auch immer Lautsprecher.

Bei einem Kombogerät sind Verstärker und Boxen in einem Element zusammengefasst. Das ist zum einem praktisch, da man sich nur über ein Gerät Gedanken machen muss. Andererseits gibt man natürlich auch Flexbilität auf.

Ein Topteil kannst du nämlich an verschiedene Boxen anschließen. So kannst du es zuhause mit kleinen Boxen betreiben, es aber auch bequem zum nächsten Gig mitnehmen und an deutlich größere, lautere Boxen anschließen und trotzdem deinen charakteristischen, gewohnten Sound behalten.

Verstärker mit Gitarre

Ein Kombogerät vereint Topteil und Lautsprechersystem in einem Gerät(Bildquelle: pixabay.com / Free-Photos).

Nach dem Einsatzzweck

Auch wichtig zu wissen: ein E-gitarrenverstärker funktioniert nicht für Bassgitarren und andersherum. Zumindest ist das Ergebnis nicht optimal. Achte also darauf, was für einen Einsatzzweck für deinen Gitarrenverstärker hast. Willst du ihn für deine elektrische oder deine Akustikgitarre verwenden? Oder bist du Bassspieler? All dies ist wichtig, wenn du auf der Suche nach optimalen Sound bist.

Denn es gibt tatsächlich Gitarrenverstärker speziell für Akustik-Gitarren. Wer einen Verstärker sucht, der speziell auf die klanglichen Eigenschaften einer Akustikgitarre abgestimmt ist, wird in vielen (Online-)Fachgeschäften fündig. Übrigens: Es gibt spezielle Pedale, mit denen man zwischen verschiedenen Verstärkern umschalten kann. So erhält man sich die maximale Flexibilität auf der Bühne.

Nach der Verwendung der verstärkenden Bauteile

Nachdem die elektrische Spannung durch das Gitarrenkabel geflossen ist kommt sie im Verstärker an. Für das, was dann mit dem Signal passiert, gibt es verschiedene Techniken der Verstärkung:

  • Röhrenverstärker
  • Transistorenverstärker
  • Modeling-Verstärker
  • Software-Verstärker

Die ersten Gitarrenverstärker, die auf den Markt kamen, waren Röhrenverstärker. Ihr Klang wird oft als warm und voll beschrieben. High-End-Röhrenverstärker sind nach wie vor das Beste was der Markt zu bieten hat.

Transistorverstärkern wurde oft unterstellt kratzig und höhenlastig zu klingen. Mit dieser Einstellung tut man hochwertigen Halbleiterverstärkern aber nicht gerecht. Denn gute Modelle bieten hier ebenfalls besten (und vielseitigen) Sound.

Modeling-Verstärker sind digitale Maschinen, die den Sound von Röhren und Transistoramps simulieren können. Bei Kauf eines Modeling-Verstärkers kannst du also beim Spielen zwischen verschiedenen Sounds auswählen. Damit sind sie unheimlich flexibel und vielseitig.

Software-Verstärker werden als Plugin in deiner DAW (Digital Audio Workstation, z.B. Logic oder Cubase) geladen. Sie eignen sich nicht wirklich für den Livebetrieb wegen des hohen Input-Delays. Um hochwertige Gitarrenaufnahmen zu generieren sind sie allerdings sehr empfehlenswert.

Hierzu wird die Gitarre einfach in dein Audio-Interface gesteckt und aufgenommen. Vorteil: Es bleibt leise und das Signal wird sauber abgenommen. Außerdem bewahrst du dir ein Maximum an Flexibilität in der Nachbearbeitung.

Nach der vorwiegenden Klangcharakteristik

Viele Gitarristen sehen ihren Verstärker als Teil des Instruments – und das nicht zu Unrecht. Verstärker haben verschiedene Klangcharakteristiken, und je nach dem, welches Genre und welchen Stil du bevorzugst stehen verschiedene Möglichkeiten für dich offen. Die folgende Tabelle fasst die wesentlichen unterschiedlichen Klangmerkmale zusammen:

Klangcharakteristik Beschreibung
Clean Klarer Klang ohne jegliche Art von Verzerrung. An passender Stelle in jedem Genre vertreten
Verzerrt Klassischer Rock-Sound in ACDC-Manier
Britisch „fizzelig, bratend“ – vertreten in Punkgenres
Amerikanisch rau und röhrend: voller und wärmer als der Britische Sound
Crunch Sounds mit gemäßigter Verzerrung

Wer mal den amerikanischen Sound im direktem Vergleich zum Britischem Sound hören will, der schaut hiervorbei:

Nach der Leistung

Zusätzlich zu den genannten Kriterien gibt es natürlich auch noch die Verstärkerleistung, die maßgeblich darüber entscheidet, wie laut der Verstärker ist. Hier ist wichtig zu wissen:

Doppelte Wattzahl bedeutet nicht gleich doppelte Lautstärke.

Außerdem sind Röhrenverstärker auch deutlich lauter als Halbleiterverstärker. Überhaupt sollte Lautstärke nicht als allzu wichtig bewertet werden, da auf großen Bühnen (wo hohe Lautstärke notwendig ist) der Gitarren-Amp mit einem Mikrofon abgenommen und über die PA verstärkt wird. Wie bei allem gilt hier auch, dass du dich fragen musst, wo du den Gitarrenverstärker grundsätzlich einsetzen willst. Wenn du eher kleine Clubgigs spielst, kann ein sehr lauter Verstärker sehr unvorteilhaft sein, da kein guter Sound mehr zusammengemischt werden kann.

Wofür brauchst du den Gitarrenverstärker?

Eine grundsätzliche Frage, die du dir stellen solltest, ist für was du den Gitarrenverstärker benötigst. Benötigst du einen Verstärker für das Üben zu Hause? Willst du auf die große Bühne? Oder willst du im Grunde einfach nur deinen Gitarrensound in deinen PC bekommen? Denn hier gilt: Für jedes Einsatzgebiet gibt es einen optimalen Gitarrenverstärker.

Für das einfache Üben zu Hause sind oft günstige Kombosysteme mit Kopfhörerausgang zu empfehlen. Wenn es auf die große Bühne gehen soll, solltest du darauf achten, dass dein Verstärker über genug Leistung verfügt. Achtung: Röhrenverstärker mit 30W können bspw. Sehr viel lauter sein als Transistorenverstärker mit 30W.

Für jedes Einsatzgebiet gibt es geeignete Verstärker. Wenn du einen Verstärker für zuhause benötigst, reicht ein kleiner Komboverstärker. Willst du auf die große Bühne, achte auf entsprechende Leistung.

Welcher Gitarrenverstärker ist der beste für zu Hause?

Natürlich ist dies auch zu einem nicht unwesentlichen Teil Geschmackssache. Tendenziell braucht man für das Üben zuhause aber nicht sehr hohe Lautstärke.

Da Röhrenamps auch heutzutage ihren besten Sound erst bei höheren Lautstärken erreichen, bietet sich für das Üben zuhause ein kleinerer Lautmacher an. Ob man hierbei auf ein Kombosystem setzt oder sich gleich hochwertiges Topteil kauft, was man zuhause an kleine und live an große Boxen anschließt, bleibt jedem selbst überlassen.

Tip: Für das unkomplizierte Üben zu Hause sind kleinere Allround-Transistorverstärker oft eine gute Wahl.

Wieviel Watt sollte mein Gitarrenverstärker haben?

Man sollte unbedingt beachten: der Klang eines Verstärkers ist erst einmal das wichtigste Kriterium. Denn auf großen Bühnen, wird der Verstärker mithilfe eines Mikrofons über eine PA-Anlage verstärkt und gemischt. Dann können laute Gitarrenverstärker sogar unvorteilhaft sein, da sie den mix „verschmutzen“.

Wenn man sich im Proberaum aber gegen den Schlagzeuger durchsetzen will, ist es natürlich wichtig, dass der Amp über eine entsprechende Leistung vefügt. Hier kann man pi mal daumen folgende Mindestwerte festsetzen:

Übungszimmer/zu Hause: 1-20W Röhre/ Transistor jeglicher Art

Clubgigs: 15-50W Röhre/ mindestens 50W Transistor

Große Bühnen: 30-100W Röhre/50-100W Transistor

Am besten aber man orientiert sich nicht an der Wattzahl, sondern an der Lautstärke des Verstärkers, die meist in Dezibel mit angegeben wird.

Marshall-Schriftzug auf Verstärker

Marshall ist einer der bekanntesten Verstärkerhersteller weltweit (Bildquelle: pixaby.com / alexkampmann).

Kann ich einen Kopfhörer an meinen Gitarrenverstärker anschließen?

Das Spielen über Kopfhörer ist besonders zuhause sehr komfortabel. Doch dies ist nicht bei jedem Amp möglich. Wenn dies für dich ein Kriterium ist achte darauf, dass dein zukünftiger Amp dieses Feature unterstützt.

Wieviel kostet ein Gitarrenverstärker?

Bei kaum einem Produkt gibt es so große Preisspannen. Allerdings kann man schon ein wenig differenzieren:

Günstige Röhrenverstärker-Topteile beginnen bei ca. 120€. Die teuersten Varianten kosten mehrere tausend Euro.

Bei Transistorenverstärkern findet man sehr günstige Varianten bereits ab 80€; aber auch hier gibt es Varianten die über zweitausend Euro kosten. Trotzdem gilt: Röhrenverstärker sind durchschnittlich teuer als Transistorverstärker.

Modeling-Amps liegen in einem ähnlichen preislichen Rahmen wie Halbleiterverstärker.

Kann ich meinen Gitarrenverstärker an mein Audio-Interface anschließen?

Technisch ist dies problemlos möglich. Du wirst damit aber nicht die besten Ergebnisse erzielen. Wenn du gute Gitarrensounds aufnehmen willst, empfiehlt es sich deine Gitarre mittels Klinkenkabel direkt in dein Audio-interface einzustecken.

Ein Audio-Interface ist eine Box, die dafür verantwortlich ist analoges Klangmaterial zu digitalisieren. Sie ist unumgänglich, wenn man beispielsweise mit Mikrofonen etwas aufnehmen will.

Dann kannst du mithilfe von Software-Amps wie z.B. GuitarRig von NativeInstruments deinen Sound beliebig formen. Für diese Vorgehensweise sollte dein Audiointerface aber über eine Direct-monitoring-Funktion verfügen, sodass das Signal vor der verarbeitung im Rechner noch einmal abgezweigt und praktisch latenzfrei wiedergegeben werden kann.

Alternativ kannst du dir ein Mikrofon zulegen und den Amp abnehmen. Gute Varianten sind hier dynamische Mikrofone wie das Shure SM57. Aber auch mit Kondensatormikrofonen wie einem Rode NT1A kann man sehr gute oder sogar bessere Ergebnisse erzielen.

Wie lange halten die Röhren bei einem Röhrenverstärker?

Es scheiden sich die Geister, ab wann eine Röhre schlecht und abgenutzt klingt. Im Mittel wird man aber ungefähr alle zwei Jahre etwas erneuern müssen. Einflussfaktoren hier sind aber auch wie man seinen verstärker pflegt: So sollte man ihn vorm ersten Spielen 30-60 Sekunden aufwärmen lassen und nach dem Abschalten nicht sofort transportieren, sondern im Idealfall 10-15min warten. Dann hängt es natürlich auch noch davon ab, wieviele Stunden der Verstärker im Einsatz ist.

Entscheidung: Welche Arten von Gitarrenverstärkern gibt es und welche ist die richtige für mich?

Im Folgenden werden die verschiedenen Vor- und Nachteile der verstärkenden Bauweise thematisiert. Wir unterscheiden zwischen:

  1. Röhrenverstärker
  2. Transistorverstärker
  3. Modeling-Verstärker

Was sind die Vor- und Nachteile eines Röhrenverstärkers?

Wenn du Aufnahmen aus den 70er und 80er Jahren wie zum beispiel Queen oder The Who liebst, wirst du wohl oder übel bei einem Röhrenverstärker landen. Den unvergleichlichen Sound mehrerer großer Röhren muss man nicht nur mit mehr Geld bezahlen, sondern es ist auch ein erhöhter Pflegeaufwand notwendig.

Vorteile
  • Unverwechselbarer, zeitloser Klang
  • Höhere Lautstärke bei gleicher Wattzahl im Vergleich zu Transistorverstärkern
Nachteile
  • Teuer
  • Auswechseln der Röhren
  • Störanfälliger

Der Verstärker muss immer ca. eine Minute aufwärmen bevor er bespielt werden kann, und das Abkühlen der Röhren ist auch wichtig. Ein weiterer Nachteil: nach und nach werden sich die Röhren abnutzen und müssen ausgetauscht werden (dies unbedingt von einem Fachhändler durchführen lassen!).

Wer aber keine Kompromisse bezüglich des Klangs machen will, wird über diese Punkte hinwegsehen und bekommt mit einem Röhrenverstärker das, was er will.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Transistorverstärkers?

Wer die Nachteile eines Röhrenverstärkers nicht in Kauf nehmen will, für den eignet sich wahrscheinlich ein Transistorverstärker. Man muss an dieser Stelle auch mit den Vorurteilen gegenüber Transistorverstärkern aufräumen; denn diese haben sich in den letzten 30 Jahren enorm entwickelt und müssen sich nicht hinter Röhrenverstärkern verstecken.

Vorteile
  • Klang, der sich nicht verstecken muss
  • Robust
  • Vergleichsweise preisgünstig
Nachteile
  • High-End Röhren klingen besser als High-End-Transistoren

Generell werden die Unterschiede eher von Profimusikern wahrgenommen, das Publikum wird im Normalfall keinen Unterschied erkennen. Im Idealfall probierst du die Verstärker aus und bildest dir deine eigene Meinung.

Was sind die Vor- und Nachteile eines Modeling-Verstärkers?

Was macht eigentlich ein Modeling-Verstärker? Modelingverstärker entstanden in den 90er Jahren. Dabei handelt es sich um digitale Geräte, die den Sound von Verstärkern nachahmen. Es ist dabei praktisch eine Software die sich die Schallwelle der E-Gitarre ansieht und mit denen vergleicht, die beim Röhrenamp rauskommen. So kann man, das was verändert wird, berechnen und auf digitale Art und Weise auf den rohen Gitarrensound anwenden.

Vorteile
  • Viele Verstärker in einem Gerät
  • gute Soundqualität
Nachteile
  • Meinungen über die Soundqualität gehen auseinander

Der Vorteil liegt auf der Hand: Wenn du dir einen Modeling-Amp besorgst, erwirbst du nicht einen spezifischen Sound, sondern dir liegt die Welt der Amps zu Füßen. Tip: Insbesondere für Unentschlossene und Leute, die noch auf der Suche nach Ihrem eigenen Sound sind, sind Modeling-verstärker eine gute Wahl.

Kombo oder Einzelgerät?

Bei der Frage, ob du deinen Verstärker nun in einem Kombogerät erwirbst, in dem Verstärker und Boxen in einem Gerät zusammengefasst sind oder ob du dir ein Topteil besorgst, dass du bequem an verschiedene Boxen anschließen kannst, gibt es verschiedene Dinge zu berücksichtigen.

Mit Topteilen ist man flexibler, allerdings hat man auch den Aufwand sich um mindestens zwei Geräte zu kümmern. Bei Einzelgeräten hat man zudem oft auch einen Preisnachlass. Die professionellere Lösung ist sicherlich ein Topteil; in vielen Situationen kann es aber auch einfach sehr komfortabel sein, sich nur um ein einziges Gerät kümmern zu müssen.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gitarrenverstärker vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du Gitarrenverstärker gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und effektives Gerät zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Klang
  • Leistung/Lautstärke
  • Ausstattung und Kanäle
  • Design

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist, ein Gerät anhand der Kriterien zu erwerben oder eben nicht.

Klang

Das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Verstärkers ist und sollte immer der Klang sein. Wichtig: Wahrgenommener Klang ist etwas höchst Subjektives. Google mal ein bisschen nach dem „Laurel/Yanny“-Phänomen und du wirst feststellen, dass Menschen verschiedene Frequenzbereiche verschieden stark wahrnehmen. Was du also als brilliant und klar empfindest, kann für jemand anderen noch zu dumpf erscheinen. Die Nummer 1-Regel lautet hier also: Ausprobieren.

Denn was bringen dir hochqualitative Röhren oder ein tolles Gehäuse, wenn der Klang nicht stimmt? Im Internet findest du für fast jeden Amp ein ausreichendes Hörbeispiel, was dir weiterhelfen kann.

Was unheimlich hilft, ist wenn du eine Lieblingsband oder einen Lieblingsgitarristen hast. Dann kannst du einfach deren Sound kopieren und dir den Verstärker anschaffen, den der Gitarrist verwendet. Durch den Einsatz von Effektpedalen etc. kannst du deinen Sound dann noch anpassen und abändern.

Leistung/Lautstärke

Je nach dem, wo du mit deinem Verstärker auftreten willst, kann dies ein wichtiges Kaufkriterium werden. Wichtig: Die Wattzahl ist nicht wirklich entscheidend, sondern die angegebene Lautstärke. Ein 50 Watt Röhrenamp klingt deutlich lauter als ein 50 Watt Transistorverstärker.

Ein Transistorverstärker sollte schon um die 50 Watt haben, bei Röhrenverstärkern ist dies deutlich unerheblicher.

Ausstattung und Kanäle

Die meisten Verstärker haben zwei Kanäle: einen cleanen und einen Drive oder Crunch-Kanal. Es gibt aber auch Verstärker, die deutlich mehr Kanäle haben und somit ein erhöhtes Maß an Vielseitigkeit bieten. Stöbere bei den gängigen Internetshops und du wirst Unterschiede feststellen können.

Design

Für manche nicht ganz unerheblich: Wie sieht das ganze Teil denn aus? Begehrt sind u.a. Vintage-Designs von z.B. Vox-Verstärkern mit Tweed-Bespannung oder aber die Orange-Box sowie das klassische Marshall-Design. Dies ist wahrscheinlich das subjektivste aller Kriterien und damit auch komplette Geschmackssache.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Gitarrenverstärker

Warum brummt mein Gitarrenverstärker?

Hierfür kann es viele verschiedene Ursachen geben. Probiere erst einmal ein anderes Kabel und im besten Fall auch eine andere Gitarre aus. Wenn es dann immer noch brummt, kann es auch an der Steckdose liegen, probiere also auch hier mal eine andere aus. Wenn es nicht aufhört zu brummen ist es oft das Netzteil, aber hier hilft eigentlich nur der Weg zum Fachmann.

Gibt es Gitarrenverstärker mit Aufnahmefunktion?

Es gibt einige Verstärker, die dieses Feature anbieten. Doch die Frage erübrigt sich, da man auf diesem Wege niemals optimale Klangqualität erreichen wird. Die Mikrofonierung des Verstärkers oder die Aufnahme mithilfe eines Audio-Interfaces und eines Software-Verstärkers, wie z.B. GuitarRig, sind hier die besseren Varianten.

Kann man einen Gitarrenverstärker auch selber bauen?

Tatsächlich kannst du dir deinen Röhren-Amp selbst zusammenbasteln. Mitunter bieten verschiedene Hersteller Bausätze für Verstärker an. Doch an dieser Stelle eine Warnung: man sollte schon ein wenig Erfahrung im Löten und Lesen von Schaltkreisen mitbringen, wenn man seinen Verstärker selbst zusammenbauen will.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://www.thomann.de/de/onlineexpert_topic_gitarrenverstaerker.html


[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Gitarrenverst%C3%A4rker


[3] https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/kaufberatung-gitarren-verstaerker.html

Bildquelle: pixabay.com / oas2107

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