Willkommen bei unserem großen Gitarre Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Gitarren. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich beste Gitarre zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir eine Gitarre kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Aufgrund ihrer Einsatzmöglichkeiten und der Tatsache, dass sie sowohl als Lead-, als auch als Rhythmusinstrument eingesetzt werden kann, ist die Gitarre eines der beliebtesten Instrumente weltweit.
  • Man unterscheidet zwischen Akustik-, und Elektro-Gitarren. Akustikgitarren werden außerdem in Konzert-, und Westerngitarren unterteilt.
  • Das Material und der Verbau der einzelnen Holzteile ist maßgeblich für den Klang einer akustischen Gitarre verantwortlich.

Gitarre Test: Das Ranking

Platz 1: Martin DRS 1

Platz 2: Ibanez TCM50-VBS

Platz 3: Blueridge BR-341 Parlor Size Western Gitarre

Platz 4: Gibson USA LP Les Plus 2015

Platz 5: Epiphone DR-100 Dreadnaught Akustik-Gitarre

Platz 6: Epiphone DR-500MCE

Platz 7: Washburn Rover N Travel Akustikgitarre

Platz 8: Epiphone EJ-200SCE

Platz 9: Yamaha GL1 BL

Platz 10: Yamaha F370-TBS

Platz 11: Yamaha FX370C

Platz 12: STAGG Westerngitarre A2006

Platz 13: STAGG SW201N

Platz 14: STAGG SW201BK

Platz 15:Ibanez GAX30-TR E-Gitarre

Platz 16:Small Foot by Legler Gitarre für Kinder

Platz 17: Ibanez GRG170DX BKN

 

Ratgeber

Wo kann ich eine gebrauchte Gitarre kaufen?

Oft musst du gar nicht tief in die Tasche greifen, um eine qualitativ hochwertige Gitarre zu erhalten. Dennoch gibt es einiges zu beachten. Bei dem Kauf einer gebrauchten Gitarre solltest du auf folgende Punkte achten, um keine negativen Überraschungen zu erleben:

  • Abnutzungserscheinungen
  • Saiten
  • Probespielen

Dass eine Gitarre, wenn sie schon längere Zeit gespielt wurde, einige Abnutzungserscheinungen mit sich bringt, ist augenscheinlich. Kleine Krazter oder abgeblätterte Farbe machen noch kein großes Problem aus.

Sollte die Gitarre allerdings Risse aufweisen, oder sollten ganze Stücke davon fehlen, solltest du davon absehen, sie zu kaufen. Um vorzubeugen, eine kaputte Gitarre zu erhalten, gibt es eine Grundregel. Diese lautet: Kaufe nie eine Gitarre, die du nicht mit deinen eigenen Augen begutachtet hast.

Nicht nur die Gitarre selbst kann beschädigt sein. Auch die Saiten der gebrauchten Gitarre können Abnutzungserscheinungen aufweisen. Das muss allerdings kein großes Problem darstellen. In jedem Musikfachgeschäft gibt es eine Vielzahl an Saiten, die du kaufen kannst. Somit kannst du die gebrauchte Gitarre für deine Wünsche modifizieren.

So, wie du die Gitarre selbst mit deinen Augen und Händen überprüft haben solltest, solltest du sie auch probespielen. Hierbei kannst du herausfinden, ob der Sound der Gitarre deinen Wünschen entspricht. Dies ist natürlich nur schwer möglich, wenn die Gitarre oder deren Saiten beschädigt sind.

An folgenden Stellen kannst du gebrauchte Gitarren kaufen:

  • amazon.de
  • ebay.de

Wenn du eine Gitarre online gebraucht kaufst, kannst du deren eventuelle Mängel nicht feststellen. Darum wollen wir dir raten, gebrauchte Gitarren nur auf Flohmärkten oder von Freunden oder Bekannten zu erwerben. Hierbei findest du Mängel sehr schnell.

Gitarre gespielt

Wenn du eine gebrauchte Gitarre kaufst, solltest du genau auf deren Zustand achten. Außerdem solltest du sie nach Möglichkeit zuerst ausprobieren, um herauszufinden ob auch der Sound deinen Wünschen entspricht. Foto: Gabriel Gurrola / unsplash.com

Was kostet eine Gitarre?

Gitarren sind in sämtlichen Preisklassen erhältlich. Von der Kindergitarre oder günstigen Einsteigergitarre bis zur professionellen Konzertgitarre für mehrere tausend Euro. Wenn du professioneller Musiker bist, oder anstrebst, es zu werden, ist es durchaus gerechtfertigt, einige hundert Euro für eine hochwertige Gitarre zu bezahlen.

Anfängergitarren sind meist aus Kunststoff gefertigt. Das macht sie einigermaßen robust. Allerdings zeigt sich das nicht sehr hochwertige Material im Klang der Gitarre. Sie klingt nicht so schön akustisch wie eine hochwertigere Gitarre aus Holz. Dafür hat sie natürlich einen Vorteil. Dieser ist ihr Preis. Anfängergitarren sind – oft inklusive Notenbuch und Gitarrentasche – für 40 bis 100 Euro erhältlich.

Für eine Gitarre aus Holz musst du etwas mehr Geld einplanen. Und das zahlt sich meistens aus. Schon für 150 bis 200 Euro bekommst du eine Gitarre für Fortgeschrittene. Diese hat einen vollmundigeren Klang. Das liegt vor allem an dem Material, aus dem sie gefertigt ist.

Gitarren für Fortgeschrittene bestehen aus verschiedenen Holzarten. Die Bünde sind in den meisten Fällen aus verchromten Aluguss gefertigt. Je mehr du bereit bist zu zahlen, desto hochwertiger wird meist das Material und die Verarbeitung deiner Gitarre sein.

Gitarren für professionelle Gitarristen bringen einige Vorteile mit sich. Der erste ist ihre Langlebigkeit. Viele Gitarristen verwenden ihre Gitarren über mehrere Jahrzehnte. Das zeigt sich am Preis. So kann eine Sammlergitarre bis zu 10.000 Euro kosten. Diese speziellen Musikinstrumente bringen einige Vorteile mit sich. Je nach Bauweise kann eine professionelle Gitarre einen ganz eigenen Sound erzeugen.

Dieser variiert von Gitarre zu Gitarre – sodass sich professionelle Gitarristen oft sehr genau ansehen, welches Modell zu ihrem Stil passt. Professionelle Gitarren sind oft aus exotischen Hölzern gefertigt.

Marcel TippmannExperte für Musikequipment

„So oder so! Lass Dich nicht von Sonderangeboten anlocken, bei denen Du einen Verstärker und eine Gitarre für 80 bis 120 Euro beim Discounter bekommst. Nichts ist schlimmer, als einen billigen, verzogenen Hals mit fiesen Tonabnehmern zum Klingen bringen zu wollen. Spar lieber etwas länger und kauf Dir dann eine Gitarre von einem namhaften Hersteller. Die meisten bekannten Firmen bieten Dir auch preiswerte Alternativen, die qualitativ trotzdem sehr hochwertig sind. Eine große Auswahl bieten hier Gibson mit seinem Brand Epiphone, Fender mit Squire, ESP mit Ltd. und viele andere Firmen. Damit Dein Start in die Musik nicht zur Folter wird.“

Worin bestehen die Unterschiede zwischen einer Westerngitarre und einer Konzertgitarre?

Westerngitarren und Konzertgitarre unterscheiden sich in verschiedenen Arten, wie der Bauweise und natürlich im Klang.

Die Hauptunterschiede sind folgende:

  • Saiten
  • Bauform
  • Brücke
  • Klang

Eine Westerngitarre besitzt Saiten aus Stahl. Darum wird sie auch Stahlsaitengitarre oder Steelstring Gitarre genannt. Die oberen vier Saiten werden als Bassaiten bezeichnet. Diese haben einen Kern aus Stahl, der mit einem feinen Draht umwickelt ist.

Gitarre Holz klassisch

Die unteren beiden Saiten bestehen nur aus Stahl. Bei der klassischen Gitarre sind die oberen drei Saiten aus einem Nylonkern, der mit Draht umwickelt wird. Die unteren bestehen nur aus Nylon.

In der Bauform gibt es verschiedene Unterschiede zwischen beiden Gitarren. Die Kopfplatte der Konzertgitarre ist durchbrochen und mit Löchern gefertigt. Bei der Westerngitarre befindet sich die Mechanik hinter der Kopfplatte. Bei der Konzertgitarre befindet sie sich davor.

Der Hals der Konzertgitarre ist flacher als die der Westerngitarre. Sie hat 12 Bünde die bespielt werden können. Die Westerngitarre hat einen Hals, der leicht gewölbt ist.

Der Korpus der Konzertgitarre sieht immer gleich aus, der er nach der klassichen Form gefertigt ist. Westerngitarren hingegen gibt es in einer Vielzahl von verschiedenen Formen. Auch die Brücke stellt einen Unterschied dar.

Der Klang der Westerngitarre ist hell und brillant. Besondern in den Bässen treten diese Vorteile hervor. Westerngitarren sind durch ihre Stahlsaiten echte Allrounder, die du in allen Stilen spielen kannst. Der Klang der Konzertgitarre ist durch ihre Nylonsaiten eher dumpf und warm. Sie eignet sich am besten für klassische Musik und Flamenco.

Die Nylonsaiten einer Konzertgitarre klingen eher warm und dumpf, deshalb eignet sich diese Form der Gitarre am besten für klassische Musik und Flamenco. Nylonsaiten werden bei vielen Zupfinstrumenten verwendet und werden in der Regel ohne Plektrum gespielt damit die Töne noch gefühlvoller klingen.

Wie funktioniert der Saitenwechsel bei einer Westerngitarre und einer Konzertgitarre?

Die Konzertgitarre hat eine Brücke, durch die die Saiten gefädelt und dahinter verknotet werden. Die Verknotung wird in einer speziellen Art und Weise vorgenommen, die sehr komplex ist. Dies sorgt für den sicheren Halt der Saiten. Das Wechseln der Saiten ist bei dieser Gitarre schwerer und zeitaufwendiger als bei der Westerngitarre.

Denn bei dieser sind am Ende jeder Saite kleine Metallkugeln befestigt, die den Saitenwechsel erleichtern. Dieser sogenannte Ballend sind nicht mehr zu sehen, da sie sich im Inneren des Korpus befinden. Das macht den Saitenwechsel bei der Konzertgitarre um ein vielfaches einfacher als bei der Westerngitarre.

Gibson USA Abbildung

Wenn du dir unsicher bist, kannst du dir das Wechseln der Saiten auch in einem Musikfachgeschäft in deiner näheren Umgebung beibringen lassen.

Kann man Gitarren auch mieten?

Wenn du nicht in eine eigene Gitarre investieren willst, kannst du sie auch mieten. Hier zeigen wir dir wo. Grundsätzlich sind Anfängergitarren sehr preiswert, allerdings nicht von sehr hoher Qualität. Deshalb empfiehlt es sich – vor allem wenn du gerade erst beginnst Gitarre zu spielen – Gitarren zu leihen.

Die erste Anlaufstelle für dich ist hierbei dein Gitarrenlehrer oder eine nahe Musikschule. Diese bieten an, Musikinstrumente für einige Wochen bis Monate zu einem sehr niedrigen Preis zu vermieten.

Eine Vielzahl an Online-Anbietern haben den Service, dass du bei ihnen Gitarren mieten kannst. Hierbei solltest du darauf achten, dass du die Referenzen abgleichst. Denn schließlich kannst du dich nicht selbst über den Zustand der Gitarre vergewissern.

Entscheidung: Welche Arten von Gitarren gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen zwei verschiedenen Typen von Gitarren unterscheiden:

  • Akustische Konzertgitarren
  • Akustische Westerngitarren
  • Elektronische Gitarren

Bei jedem dieser Typen ist der Klang und die Art, sie zu spielen anders. Das bringt gewisse Vorteile oder Nachteile mit sich, die wir dir in diesem Artikel erläutern

Je nachdem, ob du einen klassischen, akustischen Klang magst, oder du die Musik, die du spielst gerne verstärken möchtest, ist eine andere Art der Gitarre für dich geeignet. Im folgenden Abschnitt helfen wir dir dabei, herauszufinden, welche Art von Gitarre sich am besten für dich eignet.

Deshalb stellen wir dir die Gitarren, die wir oben genannt haben vor. Zusätzlich stellen wir übersichtlich dar, wo ihre Vorteile und Nachteile liegen.

Wie klingt eine akustische Konzertgitarre und wo liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Der besondere Vorteil einer akustischen Konzertgitarre ist, dass du mit ihr speziell klassische Gitarrenmusik spielen kannst. Das bedeutet, dass sie die perfekte Gitarre für Einsteiger ist. Bei der akustischen Gitarre wird der Klang alleine durch das Anschlagen der Saiten erzeugt. Das wird durch die spezielle Bauart der Gitarre verstärkt. Auf diese Weise entstehen Töne.

Die akustische Konzertgitarre hat einen breiteren Hals als etwa die akustische Westerngitarre. Sie ist meist mit Nylonsaiten, also Basssaiten, die mit einem Nylonkern umspannt wurden, bespannt. Diese werden meist nur mit den Fingern gespielt oder gezupft. Ein Plektrum solltest du für eine akustische Gitarre nicht verwenden.

Vorteile
  • Perfekte Einsteigergitarre
  • Perkussiver Klang
Nachteile
  • Geringe Lautstärke vor allem in den Höhen
  • Große Qualitätsunterschide

Die meisten Menschen, die beginnen Gitarre zu spielen tun dies auf einer klassischen Konzertgitarre. Das hat den Grund, dass die Gitarre durch ihre weicheren Nylonsaiten besonders leicht zu spielen ist.

Im Gegensatz zu einer elektrischen Gitarre hat die akustische Konzertgitarre einen percussiven Klang. Das macht sie zum perfekten Begleiter für sing-alongs am Lagerfeuer. Spielt man die akustische Konzertgitarre in einer Band mit anderen Instrumenten, ist es allerdings nicht sehr leicht, sie herauszuhören. Der Grund dafür ist, dass sie vor allem in den höheren Tonlagen eher leise ist.

Bei dem Kauf einer akustischen Konzertgitarre ist Expertise gefragt. Die angebotenen Gitarren unterscheiden sich stark in ihrer Qualität. Das liegt daran, dass, wie wir im vorherigen Absatz erwähnt haben, viele Menschen die Gitarre als Einsteigergitarre verwenden. Möchtest du professionell Musik machen, dann solltest du dich beraten lassen und für ein hochwertiges Modell entscheiden.

In unserem Test am besten abgeschnitten hat die ABC Gitarre. Diese ist eine Allroundergitarre. Akustische Konzertgitarren sind für Einsteiger und professionelle Gitarristen geeignet. Sie haben einen klaren Klang, sind benutzerfreundlich und perfekt für Abende am Lagerfeuer.

Wie klingt eine akustische Westerngitarre gebaut und was sind ihre Vor- und Nachteile?

Die akustische Westerngitarre ist eine spezielle Art der Akustikgitarre, die speziell für Westernmusik gebaut ist. Auch in ihrer Designvielfalt hebt sie sich von der akustischen Konzertgitarre ab. Bei der akustischen Gitarre wird der Klang alleine durch das Anschlagen der Saiten erzeugt. Das wird durch die spezielle Bauart der Gitarre verstärkt. Auf diese Weise entstehen Töne.

Die akustische Westerngitarre hat einen schmaleren Hals als die akustische Konzertgitarre und ihr Hals ist schmaler. Sie ist meist mit Stahlsaiten bespannt.

Vorteile
  • Größe Designvielfalt
  • Hält den Ton lange (längeres Sustain)
  • Einfacher Saitenwechsel
  • Auch mit 12 Saiten erhältlich
Nachteile
  • Relativ laut
  • Benötigt mehr Kraft
  • Schwerer zu spielen durch Stahlsaiten

Die meisten Gitarristen beginnen auf einer akustischen Konzertgitarre zu spielen. Sind sie fortgeschritten, wechseln viele auf die akustische Westerngitarre. Das kann daran liegen, dass es diese in verschiedenen Designs und Ausführungen gibt. Dadurch kannst du dir individuell aussuchen, wie deine Gitarre aussehen soll.

Die akustische Konzertgitarre hat ein längeres Sustain, das bedeutet, dass sie länger den Ton halten kann. Und auch in der Spielart bietet sie Vorteile gegenüber der akustischen Konzertgitarre. Die Saiten der Westerngitarre sind enger zusammen, sodass der Saitenwechsel leichter fällt. Die akustische Westerngitarre ist auch in Ausführungen mit 12 Saiten erhältlich.

Im Gegensatz zur Konzertgitarre, die sich durch ihre leise Spielweise gut fürs Lagerfeuer eignet, ist die Westerngitarre eher laut. Ihr Klang ist härter, und nicht so percussiv wie der der Konzertgitarre. Die Stahlsaiten der akustischen Westerngitarre haben einen Nachteil. Dadurch, dass sie sehr fest sind, benötigst du viel Kraft in den Fingern, um die Saiten zu greifen.

Wie klingt eine elektronische Gitarre und wo liegen ihre Vorteile und Nachteile?

Elektronische Gitarren, oder E-Gitarren werden in Kombination mit einem Verstärker gespielt. Die Lautstärke der elektronischen Gitarre lässt sich somit also anpassen.

Werden bei akustischen Gitarren die Töne durch den Hohlkörper der Gitarre erzeugt, übernimmt diese Funktion bei der elektronischen Gitarre der Verstärker. Weil der Hohlkörper nicht ausschlaggebend ist, können E-Gitarren viele verschiedene Bauarten haben.

Ein weiteres feature bieten elektronische Gitarren. Schließt man etwa einen Verzerrer an die Gitarre an, kann man mit ihr eine Vielzahl an besonderen Sound spielen. Alleine in der Klangvarietät lassen sich bei der elektronischen Gitarre Nachteile erkennen.

Vorteile
  • Verzeiht Fehler
  • Starker Sound
  • Viele Spezialeffekte möglich
Nachteile
  • Töne werden verschluckt
  • Unnatürlicher Sound

Die elektronische Gitarre hat einen starken Sound. Dadurch verzeiht sie auch mal, wenn du kleine Fehler beim Spielen machst. Darum beginnen neuerdings viele Gitarrenanfänger auf einer elektronischen Gitarre.

Im Gegensatz zu einer akustischen Gitarre, deren Klang bei anderen lauteren Instrumenten gerne untergeht ist der Klang der elektrischen Gitarre auch gegen viele andere Instrumente herauszuhören. Aufgrund dessen setzen viele Musiker im Bereich Metal, Jazz oder Rock auf diese Gitarre.

Hier kannst du dich austoben. In Verbindung mit Verstärker und Verzerrer, kannst du mit einer elektronischen Gitarre eine Vielzahl an speziellen Tönen erzeugen. Dadurch kommt es zu einer größeren Varietät in den Sounds, die mit dieser Art Gitarre erzeugt werden können.

E-Gitarre rot

Mit einer E-Gitarre bist du in der Lage, Musiktitel verschiedener Genres, wie Rock oder Heavy Metal zu spielen.

Leider kann es bei der elektronischen Gitarre auch mal vorkommen, dass Töne verschluckt werden. Sie ist nicht so fein im Klang wie etwa eine akustische Gitarre. Auch in der Echtheit des Sounds, steht sie der akustischen Gitarre nach und ist somit wohl nicht die beste Wahl für Abende am Lagerfeuer.

Niklas EsserExperte für Musik

„E-Gitarre oder Akustikgitarre? Dies findet man heraus, in dem man sich seine Playlisten oder Lieblingsbands anhört. Welche Instrumente werden dort gespielt und welcher Sound gefällt einem gut? Bei Anfängern rate ich jedoch ganz klassisch zur Akustikgitarre, um die Grundlagen der Akkorde zu erlernen. Danach kann dadurch der Umstieg zur E-Gitarre erleichtert werden. “

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Gitarren vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Gitarren vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob eine bestimmte Gitarre zu dir passt

Grundsätzlich sind diese Kriterien ausschlaggebend:

  • Material
  • Größe
  • Einstellung
  • Lackierung
  • Brücke

In den nachfolgenden Absätzen haben wir für dich zusammengefasst, was diese einzelnen Kriterien wirklich ausmacht und wie du sie einordnen kannst.

Material

Das Material der Gitarre ist wohl das wichtigste Kaufkriterium. Je nachdem, welche Hölzer für den Bau der Gitarre verwendet wurden, unterscheidet sich diese maßgeblich im Klang.

Weil das Holz ein so wichtiges Kriterium ist, solltest du dir zuerst darüber Gedanken machen, wie viel du für deine Gitarre ausgeben möchtest. Hochwertigere Hölzer wie etwa Mahagoni kann der Preis sehr schnell in die Höhe schnellen. Deshalb wird dieses Holz meist auch nur für Profigitarren verwendet.

Fast alle Gitarren haben eine Decke aus Fichtenholz. Dieses dient also sozusagen als Basis. Bei preiswerteren Gitarren, also jenen, die in der Preisklasse von 50 bis 200 Euro liegen, werden nicht so hochwertige Hölzer verwendet. Bei ihnen wird meist Zargeholz als Decke verwendet. Der Boden ist oft aus Nato-Holz gefertigt.

Die Wahl des Holzes hat auch Einfluss auf den Klang der Gitarre. So klingen preiswertere Gitarren eher dumpf. Wird für den Bau einer Gitarre hochwertiges Holz verwendet so hat diese einen vollmundigen Klang.

Größe

Die Größe der Gitarre ist neben dem Holz das wichtigste Kaufkriterium. Eine Gitarre sollte in ihrer Größe auf den Gitarristen abgestimmt sein.

Viele Gitarristen vertreten die Ansicht, dass die Gitarre wie ein neues Körperteil sein sollte. Daran ist schon einiges Wahres dran. Schließlich spielen Gitarristen ihre Gitarre fast jeden Tag und das oft über Jahre oder sogar Jahrzehnte. Darum sollte die Größe der Gitarre angenehm für den Gitarristen sein.

Natürlich sind Kindergitarren kleiner als solche für Erwachsene. Kindern sollte man deshalb keine eigenen Gitarren kaufen. Denn Kinder wachsen sehr schnell und werden somit schnell zu groß für die Gitarre. Bei Kindern wie bei Erwachsenen gilt: Der Gitarrist soll sich mit seinem Instrument wohlfühlen.

Dazu zählt, dass dieser alle Saiten angenehm greifen kann. Ist dies nicht der Fall kommt es in weiterer Folge zu Verspannungen. Außerdem klingt eine Gitarre nur dann gut, wenn sie korrekt gespielt wird. Und dazu zählt, dass alle Saiten greifbar sein sollten.

E-Gitarre spielen

Die Größe der Gitarre muss unbedingt zum Körper des Gitarristen passen. Du solltest bei einer Gitarre alle Saiten angenehm greifen können. freestocks.org / pexels.com

Einstellung

Im vorhergehenden Absatz haben wir dir erklärt, warum eine Gitarre immer auf die Größe des Gitarristen abgestimmt sein sollte. Hier erfährst du nun, warum auch die Einstellung der Gitarre eine große Rolle für den Klang spielt.

Wenn du in eine teure Gitarre investierst, wird diese von den Instrumentebauern meist individuell eingestellt. Das ist ein Grund für den oftmals hohen Preis professioneller Gitarren.

Gitarren, die sich preislich eher im Mittelfeld befinden, werden meist nicht schon beim Bau eingestellt. Hier passiert dies meist im Musikgeschäft. Beim Kauf der Gitarre solltest du deshalb selbst anwesend sein. Damit stellst du sicher, dass dein neues Instrument auf deine Bedürfnisse eingestellt ist.

Sehr günstige Gitarren werden meist bei der Herstellung im Werk nicht eingestellt. Solltest du Änderungen haben wollen, musst du dich an den Kundenservice des Herstellers wenden. Meist solltest du aber trotzdem selbst Hand anlegen, und deine Gitarre eigenhändig einstellen.

Lackierung

Nicht nur eine Frage der Optik. Hier erläutern wir dir, warum die Lackierung deiner Gitarre ein Kriterium ist, das du beim Kauf beachten solltest. Die Lackierung der Gitarre wird oft auch Finish genannt. Und dieses Finish kann je nach Gitarre sehr unterschiedlich ausfallen.

Der Lack, der auf die Gitarre aufgetragen wird hat nicht nur optische Zwecke. Neben dem einzigartigen Design, das man seiner Gitarre damit verpassen kann erfüllt er nämlich noch eine weitere Funktion. Je nachdem wie viel oder wenig Lack aufgetragen wird, dämpft dieser die Töne mehr oder weniger.

Der Lack kann so viel verändern, dass etwa dasselbe Gitarrenmodell heller klingt, als eines mit weniger Lackschichten. Je mehr Schichten an Lack auf die Gitarre aufgetragen werden, desto mehr verliert der Klang der Gitarre an Brillanz.

Brücke

An der Brücke am Gitarrenhals werden die Saiten der Gitarre verankert. Diese kann aus verschiedenen Materialien bestehen.

Gitarrensaiten, die aus Nylon bestehen werden anders befestigt, als solche die aus Stahl bestehen. Erstere werden mit einer speziellen Technik geknotet. Die zweiteren werden mit einem sogenannten Ballend – also kleinen Metallbällchen am Ende der Saite durch die gebohrten Löcher gezogen. Eine zweite Möglichkeit ist, die Stahlsaiten mit Pins in den Hals der Gitarre zu stecken und zu fixieren.

Die Brücke kann entweder aus Plastik oder aus Knochen bestehen. Einige Brücken sind durchgehend gerade. Andere können versetzt an geschrägt sein. Da die Brücke fest verankert ist, kann man mit ihr die Tonlage nicht individuell anpassen.

Akustische Gitarre in Holzoptik
Das Material, die Größe und der Verbau der einzelnen Holzteile ist maßgeblich für den Klang deiner akustischen Gitarre verantwortlich.

Trivia

Seit wann spielen die Menschen schon Gitarre?

Instrumente, die der Gitarre ähnlich waren gibt es schon seit circa 5.000 Jahren. In der Renaissance kam erstmals die Vorläuferin der heutigen Gitarre in Einsatz.

Dass Menschen schon seit jeher Musik machen wollten, beweist ein Relief aus dem Hammurapi Tempel in Babylon. Dieses wird auf die Jahre 1792 bis 1750 vor Christus datiert und zeigt ein Instrument, dass der Laute ähnelt. Auch Zeichnungen aus dem alten Ägypten belegen, dass Menschen damals gitarrenähnliche Instrumente spielten. Vorläuferin der heutigen Gitarre ist die spanische Vihuela.

Wo kann man Dummie-Gitarren zum Zertrümmern kaufen?

Das Zertrümmern von Gitarren ist eine beliebte Praxis von Konzertgitarristen. Begonnen hat die fragliche Tradition während Konzerten in den 60er Jahren. Seitdem zerschlagen viele Musiker am Ende des Konzertes ihre teure Profigitarre auf der Bühne. Dies übt natürlich einen tollen Effekt aus.

Dennoch kann diese Praixs kostspielig werden.Darum kann man sich von jedem Hersteller sogenannte Dummie-Gitarren machen lassen. Dies sind günstig hergestellte Gitarren, die optisch den Markengitarren gleichen. Der einzige Unterschied: Sie sind nicht spielfähig und kosten oft nur wenige Euros.

Die teuerste jemals versteigerte Gitarre gehörte Bob Dylan.

Im Jahr 2013 ist eine Gitarre von Bob Dylan versteigert worden. Die Fender Stratocaster, mit der er ein Konzert beim Newpork Folk Festival im Jahr 1965 spielte, welches in die Geschichtsbücher einging, wurde für umgerechnet 700.000 Euro ( 965.000 Dollar) verkauft.

Das Aktionshaus Christie´s in New York, dass die Versteigerung durchführte sagte, dass noch nie ein so hoher Preis für eine Gitarre erzielt wurde. Im Jahr 1964, als Dylan die Gitarre erstand, kostete diese umgerechnet etwa 200 Euro.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] Jahnel F.: Die Gitarre und ihr Bau, Verlag Erwin Bochinsky, 1995.


[2] http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/alte-gitarren-als-wertanlage-interview-mit-lutz-heidlindemann-a-1133045.html


[3] http://www.spektrum.de/lexikon/physik/gitarre/5865

Bildquelle: Unsplash.com / Alexandre St-Louis

Bewerte diesen Artikel


14 Bewertung(en), Durchschnitt: 3,29 von 5
Redaktion

Veröffentlicht von Redaktion

Die Redaktion von MUSIKLUX.de recherchiert und schreibt informative, verständlich aufbereitete Ratgebertexte zu den verschiedensten Themen- und Aufgabengebieten.