Willkommen bei unserem großen E-Piano Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten E-Pianos. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste E-Piano zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein E-Piano kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • E-Pianos sind das elektrische Pendant zum akustischen Klavier und erfreuen sich einer immer größeren Nutzergruppe. Anfangs als preisgünstige und transportable Alternative zum Klavier entwickelt, entstanden unterschiedliche Typen von E-Pianos.
  • Grundsätzlich unterscheidet man bei E-Pianos zwischen Homepianos, Stagepianos, Ensemble Digitalpianos sowie Protable Pianos. Die wichtigsten Unterscheidungsfaktoren bei diesen Arten sind der Preis und die Ausstattungsmerkmale.
  • Bei der Auswahl eines E-Pianos sollte man auf viele Kriterien achten. Die wichtigsten Kriterien sind der Typ, die Tastatur sowie die Ausstattung eines E-Pianos.

E-Piano Test: Das Ranking

Platz 1: Yamaha P-115B E-Piano

Ein gutes E-Piano mit einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Weitere Vorteil liegen in angenehmer Tastatur und wunderbarem Klang. Technische Features wie 2 Line-Out-Ausgänge für Boxen, 2 Kopfhöreranschlüsse bleiben einem nicht vorenthalten.

Derzeit bewerten alle Rezensenten im Internet das Yamaha P-115B positiv.
Besonders hervorgehoben werden:

  • Preis
  • Hohe Polyphonienummer
  • Gewichtete Tastatur
  • App „Digital Piano Controller – für Usability, welche Funktionen. Style

An dieser Stelle wollen wir besondere Bedeutung dem zweiten Punkt schenken.

Die hohe Stimmenanzahl, die bei dem Yamaha P-118B bei 192 liegt, und das Tastensystem kommen dem Spielgefühl von einem Klavier sehr nah an. Die Tasten fühlen sich super an und haben ein angenehm realistisches Gewicht, dass bei den hohen Tönen leichter ist als bei den tiefen. Die Polyphonienummer erlaubt komplizierte Stücke auf dem P115 zu spielen, da die Anzahl der Töne, die gleichzeitig wiedergegeben werden können, ohne dass die zuerst gespielten verklingen liegt mit 192.

Platz 2: Schubert Subi88P2 E-Piano

Dieses Modell befindet sich in unteren Preisklasse und verfügt über zahlreiche technische Funktionen. Mit seinen Maßen kann das Schubert Subi88P2 nicht leicht transportiert bleiben.

Derzeit bewerten 90% aller Rezensenten im Internet das Schubert Subi88P2 positiv.
Besonders hervorgehoben werden immer wieder:

  • Schöne Optik
  • Viele Funktionen und Stimmen

An dieser Stelle wollen wir besondere Bedeutung dem ersten Punkt schenken. Durch seine schwarze Klavier-Optik ist man schon beim Auspacken positiv überrascht. Auch mehrzeiliges Display und Funktionstasten tragen zu leichten und angenehmen Bedingung bei.

Platz 3: Steinmayer DP-320 WM E-Piano

Hochwertiges Design und viele technische Highlights heben das Steinmayer Klavier von anderen ab. Alle Käufer bewerteten das Piano bisher postiiv.
Besonders hervorgehoben werden:

  • Authenitsches Spielgefühl
  • Design
  • Zahlreiche technische Zusatzfunktionen
  • Dämpfer- und Saiten-Resonanz
  • Halbpedal-Funktion

Platz 4: Classic Cantabile DP-50 SM E-Piano

Bei diesem Modell wurde einen Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis gelegt. Besonders für Einsteiger bieten ist Classic Cantabile für ein vielseitiges Klavierspiel mit ausgewogenem Klang und einer Reihe von Funktionen und Sounds gut zu beraten.

Derzeit bewerten 85% aller Rezensenten im Internet das Classic Cantabile DP-50 SM positiv.
Besonders positiv hervorgehoben werden:

  • Tolles Spielgefühl
  • Klang sowohl mit als auch ohne Kopfhörer angenehmen
  • Einsteigerheft
  • Einfaches Aufbau

An dieser Stelle wollen wir besondere Bedeutung dem ersten Punkt schenken. Die 88 gewichteten Tasten mit Hammermechanik und Anschlagsdynamik sorgen für ein authentisches Spielgefühl.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein E-Piano kaufst

Was ist ein E-Piano und wie funktioniert es?

Um es sehr einfach zu beantworten, kann man sagen, dass ein E-Piano ein Klavier ist, das mit Elektrizität funktioniert. Anders als bei einem herkömmlichen Klavier gibt es beim E-Piano keinerlei schwingende Elemente. Es finden sich also weder Saiten, noch Metallplatten oder Blättchen.

Die besseren Modelle besitzen, wie das akustische Klavier, 88 Tasten und haben auch eine Gewichtung. Die Gewichtung bemerkst du beim Anschlag der Taste. Bei einem akustischen Klavier spürst du dabei einen Widerstand – man spricht von der Hammer-Mechanik.

Beim E-Piano – auch Digitalpiano genannt – handelt es sich bei der Gewichtung, um einen künstlich erzeugten Widerstand. Dieser soll für das authentische Spielgefühl sorgen. Wird die Taste auf dem Digitalpiano angeschlagen, ertönt die gewählte Note. Der Ton wurde im Vorhinein aufgenommen. Man spricht vom Sampling.

Je höher die Qualität des digitalen Pianos, desto originalgetreuer und klangvoller ist es.

Für wen eignet sich ein E-Piano?

Das E-Piano ist vielseitig. Der Transport eines akustischen Pianos ist mit sehr viel Aufwand verbunden und allgemein nicht zu empfehlen. Manche Digitalpianos sind hervorragend zu transportieren. Diese Pianos eignen sich also gut für Menschen, die vorhaben, das Piano mit sich zu nehmen. Das können Pianisten, Bandmitglieder oder andere Reisende sein.

Durch die niedrigeren Kosten ist das E-Piano für Anfänger ideal. Auch Musizierende, die wenig Platz haben, sind mit bestimmten Modellen der E-Pianos gut ausgestattet. Sie können schnell und einfach verstaut beziehungsweise umgestellt werden.

Kann ich das Spielen auf einem E-Piano selber lernen?

Prinzipiell lautet die Antwort auf diese Frage: Ja.

Du kannst das Spielen selber lernen. Gelernt werden kann mit Notenbüchern oder digitaler Unterstützung. Es gibt diverse Apps, Softwares oder Internetseiten, die es ermöglichen, mit einer genauen Anleitung spielen zu lernen. Auch auf Youtube finden sich viele Videos zum Thema.

Dennoch solltest du, wenn es dir finanziell möglich ist, auf Musikstunden zurückgreifen. Dort lehrt man dich das Spielen richtig. Beim Selbststudium schleichen sich Fehler und unnötige Handgriffe ein. Es kostet Zeit und Mühe, die bereits erlernten Fehlgriffe zu entlernen. Daher empfiehlt es sich, von Anfang an mit professioneller Unterstützung zu arbeiten.

E-Piano vor Musikbühne

Wenn dein Fokus nicht gerade auf klassischer Musik liegt, ist das E-Piano das perfekte Klavier-Instrument für dich. Heutzutage werden E-Pianos in allen Musikrichtungen und auch bei LIvekonzerten verwendet. Außerdem lassen sich damit auch Beats für Hip-Hop Stücke komponieren. (Foto: Sarah_Loetscher / pixabay.com)

Was sind die Vorteile eines E-Pianos gegenüber einem Klavier?

Manche E-Pianos sind für den Transport geeignet. Des Weiteren sind diese auch platzsparender und leichter. Du kannst es überall spielen, wo es Strom gibt. Für Musizierende, die mit digitaler Unterstützung lernen, ist das E-Piano ebenfalls eine gute Wahl. Die Anwendungen können direkt an das Piano angeschlossen werden – so kann individuell geübt werden.

Auf diese Art und Weise kann das Gespielte direkt über ein elektronisches Medium aufgenommen und bearbeitet werden. Für Musiker ist das oft ein Muss. Auch der Preis stellt einen wesentlichen Pluspunkt dar. Akustische Klaviere sind erheblich teurer in der Anschaffung. Beim E-Piano gibt es für den Anfang ganz simple Modelle, die weniger kosten.

Was ist der Unterschied zwischen E-Piano und Keyboard?

Während ein E-Piano versucht ein Klavier zu kopieren, weist ein Keybord noch einige mehr Features auf. Es kann zum Beispiel andere Instrumente imitieren und man kann Begleitmelodien und Klangfarben wählen.

Außerdem ist es durch seine kompakte Bauweise leichter und einfacher zu transportieren. Üblicherweise besitzt ein Keyboard weniger Tasten als ein E-Piano (oder ein Klavier) wodurch man also nicht alle Klavierstücke spielen kann. Auch die Soundqualität fällt bei E-Pianos deutlich besser aus.

Welches Zubehör gibt es für ein E-Piano?

Das Zubehör ist meist beim Digitalpiano dabei. Wir listen im nachfolgenden Teil mögliche Extrateile auf, damit du gegebenenfalls abgleichen kannst, was du noch brauchst:

Pedal

Das Pedal gehört zur Standardausstattung. Wenn du drauf trittst, werden die Töne nach dem Anschlag nicht abgedämpft, sondern klingen länger nach. Der Ton verliert nach und nach an Lautstärke und Volumen.

Kopfhörer

Bei den Kopfhörern kommt es ganz auf deine Bedürfnisse an. Geeignet sind prinzipiell alle Modelle. Je nachdem was du für einen Anspruch an die Lautstärke und das Klangvolumen stellst, wirst du mit steigender Qualität auch mehr investieren müssen.

Klavierhocker

Der Klavierhocker sollte entweder größenverstellbar sein oder genau für dich passen. Generell gilt: Gerade sitzen, Schultern locker hängen lassen, die Unterarme im 90 ° Winkel nach vorne strecken und beide Beine stabil auf den Boden stellen.

Klinken-Adapter

Diesen brauchst du, falls du deinen Computer über den Klinkenanschluss verbinden willst und dein Klavier eine große Klinke hat.

Notenständer (falls nicht integriert)

Der Notenständer ermöglicht es dir, die Notenblätter ordentlich abzulegen und für das Üben in der optimalen Höhe zu platzieren.

Schutzhülle

Diese Hülle wird über das Digitalpiano gelegt, sodass es von äußeren Einwirkungen geschützt ist.

Tragetasche

Die Tragetasche ist wesentlich für den Transport. Je gepolsterter und robuster verbaut, desto mehr Schutz bietet sie deinem Piano.

Frau spielt auf Piano

Ein E-Piano ist nicht nur leichter und kostengünstiger. Es bietet zudem auch eine Aufnahmefunktion sowie ein integriertes Lernprogramm. (Foto: Bru-nO / pixabay.com)

Müssen E-Klaviere gestimmt werden?

Nein, elektrische Pianos müssen nicht gestimmt werden, da elektrische Töne gleich bleiben und sich nicht von äußeren Einflüssen verändern lassen. Die Töne des akustischen Klaviers verändern sich aufgrund von Temperaturschwankungen und Raumluftfeuchtigkeit und müssen daher mindestens einmal im Jahr nachgestimmt werden.

Wo kann ich ein E-Piano kaufen?

Das E-Piano kannst du entweder online oder im Fachhandel kaufen.

Online findest du beispielsweise auf folgenden Seiten eine Auswahl:

  • keyboards.de
  • amazon.de
  • epiano-kaufen.de
  • musicstore.de
  • thomann.deyamaha.de

Der lokale Fachhandel führt meist akustische und digitale Pianos. Zudem gibt es manchmal weitere Instrumente, jedoch ist das unterschiedlich.

  • Yamaha
  • Thomann
  • Roland
  • Kawai

Die besten Hersteller von E Pianos

Jeder Hersteller hat seinen positiven und negativen Seiten und es ist geschmacksache den “besten” zu küren. Die bekanntesten und beliebtesten Marken stammen alle aus Japan und zu ihnen zählen jedenfalls:

Yamaha

Der Musikinstrument-Hersteller Yamaha überzeugt mit 125 Jahren Erfahrung in seiner Branche. Yamaha E-Pianos sind bekannt dafür ein Spielgefühl zu vermitteln, welches akustischen Klavieren sehr nahe kommt.

Hochwertige Holzverarbeitung ist kennzeichnend für die Marke. Es gibt sowohl preisgünstige Einsteigermodelle zu ergattern, als auch Profimodelle, die zu einem kompletten Entertainment-Equipment ausgestattet werden können.

Kawai

Auch Kawai ist ein erfahrenes Unternehmen mit einer breiten Produktpalette an E-Pianos.Kawai-Produkte punkten mit geschmackvollem Design und altbewährter Klavierbaukunst mit hoher Klangqualität.

Casio

Der nächste E-Piano-Hersteller ist besonders für seine Innovation bekannt.Typisch sind nicht nur eine gute Klangerzeugung und -Veränderungsmöglichkeiten, sondern auch viele verschiedene Bearbeitungs- und Aufnahmemöglichkeiten. Auch die Langlebigkeit der Produkte und die einfache Handhabung zeichnet die erfahrene Marke aus.

Korg

Auch Korg gehört zu den Marktführern elektronischer Musikinstrumente, welcher ein breitgefächertes Sortiment in allen Preisklassen und vielen innovativen Angeboten anbietet. Besonders erfolgreich ist der Hersteller mit seinem microPIANO, ein kompaktes, mobiles Kleininstrument, welches über einen halben Tag nur mit eingebauten Batterien laufen kann.

Roland

Durch ständig neue Entwicklungen hat Roland einen maßgeblichen Einfluss auf die Entwicklung von Digitalpianos genommen. Roland- Instrumente sind bekannt für ihre angenehme Spielbarkeit, die sorgfältige Verarbeitung und Langlebigkeit. Die neuesten Modelle sind sogar mit einer 10-Jahre Garantie ausgestattet.

Was kostet ein E-Piano?

Die Preise variieren stark. Faktoren, von denen der Preis beispielsweise abhängig ist, sind: Marke, elektronische Verarbeitung, Klang oder Tasten. Wie du dir bestimmt vorstellen kannst, kann nach obenhin keine Grenze gesetzt werden.

Digitalpianos sind bereits ab 200 Euro erhältlich. Die qualitativ hochwertigeren Produkte liegen in einer Preisspanne von 800 – 1500 Euro.

Kann ich ein E-Piano auch mieten?

Wem der Kauf zu teuer ist oder du erstmal nur ein E-Piano ausprobieren möchtest, kannst du dir auch ein Digitalpiano mieten. Diese gibt es entweder bei lokalen Händlern oder auch bei Musikschulen. Für Musikschüler gibt es oft vergünstigte Tarife. Durchschnittlich verlangen die Anbieter pro Tag 1 Euro.

Entscheidung: Welche Arten von E-Pianos gibt es und welche ist die richtige für dich?

Grundsätzlich kann man zwischen vier Arten von E-Pianos unterscheiden:

  • Homepiano
  • Stagepiano
  • Ensemble Digitalpiano (Piano-Workstation)
  • Portable Piano (Keyboard)

Welche Art die richtige für dich ist, hängt davon ab, welche Eigenschaften dir bei einem E-Piano wichtig sind und wofür du es verwenden möchtest. Um dir eine Entscheidungshilfe zu bieten, erklären wir dir nachfolgend die unterschiedlichen Arten und deren Vor- und Nachteile.

Wie funktioniert ein Homepiano und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Ein Homepiano ist für den Gebrauch zu Hause vorgesehen. Da es einen Korpus besitzt, der es umschließt, ähnelt es optisch einem akustischen Klavier. Auch verfügt es über fest verbaute Lautsprecher und Pedale, was ein sofortiges Spielen ermöglicht, ohne dass der Erwerb von Zubehör notwendig ist.

Vorteile
  • Besitzt einen Korpus
  • Eingebaute Lautsprecher
  • Fest verbaute Pedale
Nachteile
  • Benötigt festen Standort
  • Hohes Gewicht
  • Schwierig zu transportieren

Durch sein hohes Gewicht von bis zu 80 kg benötigt es einen festen Standort. Für einen Transport muss ein Homepiano meist auseinandergebaut werden. Ein Homepiano ist das richtige für dich, wenn du zu Hause spielen möchtest und einen festen Platz für dein Piano vorgesehen hast.

Wie funktioniert ein Stagepiano und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Ein Stagepiano, oder auch Compact Piano, wird vor allem für Bühnenauftritte oder unterwegs verwendet. Es hat meist ein vergleichsweise niedriges Gewicht von zehn bis zwölf, höchstens 38 kg. Da es auf einen Ständer aus Metall oder Holz aufgesetzt wird, ist es einfach zu transportieren.

Vorteile
  • Geringes Gewicht
  • Transportabel
  • Besonders für Bühnenauftritte geeignet
Nachteile
  • Keine/kleine Lautsprecher
  • Pedaleinheiten als Zubehör

Es benötigt nicht besonders viel Platz und kann auch im Hausgebrauch verwendet werden. Allerdings verfügt es über keine oder nur kleine Lautsprecher, was den Klang negativ beeinflusst. Solltest du dein Stagepiano also zu Hause nutzen wollen, empfehlen wir zusätzliche externe Lautsprecher. Auch Pedale sind bei einem Stagepiano nicht fest verbaut sondern müssen zusätzlich angeschlossen werden.

Ein Stagepiano ist das richtige für dich wenn du dein E-Piano flexibel transportieren möchtest.

Wie funktioniert ein Ensemble Digitalpiano und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Ein Ensemble Digitalpiano ist das Multifunktionsgerät unter den E-Pianos. Es bietet weitere Funktionen, wie Begleitrhythmen und -automatik, Synthesizer-Funktionen oder zusätzliche Klänge. Diese können weitere Instrumente simulieren und so den Eindruck einer gesamten Band erschaffen oder auch unterschiedliche Musikrichtungen erzeugen. So wird eine weitaus kreativere Musikgestaltung ermöglicht.

Vorteile
  • Multifunktional
  • Als Homepiano oder Stagepiano erhältlich
Nachteile
  • Komplexe Bedienung

In der Bauweise ist es sowohl als Homepiano wie auch als Stagepiano verfügbar. Jedoch bedingt die Fülle an umfangreichen Zusatzfunktionen auch eine komplexere Bedienung als bei einem klassischen E-Piano. So musst du dich zunächst einmal etwas einarbeiten, um die Möglichkeiten deines Ensemble Digitalpianos voll ausreizen zu können.

Ein Ensemble Digitalpiano ist das richtige für dich, wenn du mehr aus deiner Musik herausholen oder mit zusätzlichen, digitalen Klängen experimentieren möchtest.

Wie funktioniert ein Portable Piano (Keyboard) und worin liegen die Vorteile und Nachteile?

Ein Keyboard wird streng genommen nicht als E-Piano angesehen, da es akustisch nicht mit einem Klavier verglichen werden kann. Es weist einen eher elektronischen Klang auf, der mit verschiedenen Begleitmelodien und Klangfarben variiert wird. Meist verfügt es über weniger Tasten (76) als ein E-Piano (88), weshalb einige Musikstücke nicht gespielt werden können.

Vorteile
  • Sehr leicht
  • Transportabel
  • Begleitmelodien
  • Unterschiedliche Klangfarben
Nachteile
  • Keine Hammermechanik
  • Keine Anschlagsdynamik
  • Weniger Tasten
  • Klang kann nicht mit E-Pianos mithalten

Auch ist das Gefühl beim Spielen ein anderes, da die Hammermechanik fehlt, die für einen Widerstand der Tasten sorgt. Zudem ist keine Anschlagsdynamik vorhanden und es daher nicht möglich unterschiedlich laute Töne zu erzeugen. Ein Keyboard ist das richtige für dich, wenn du ein leichtes, einfach transportables Instrument möchtest, mit dem du vor allem elektronische Musik erzeugen kannst.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du E-Pianos vergleichen und bewerten

Im Folgenden zeigen wir dir, anhand welcher Kriterien du E-Pianos gut vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es für dich leichter sein, einen Überblick zu bekommen und dich für ein passendes und E-Piano zu entscheiden.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um folgende Kriterien:

  • Typ
  • Größe
  • Gewicht
  • Farbe
  • Polyphonie
  • Anzahl der Tasten
  • Tastatur
  • Metronom
  • Begleitstyle / Demos
  • Anschlüsse
  • Split-Funktion
  • Duale Funktion
  • Aufnahme-Funktion
  • Display
  • Transponieren
  • Transposition
  • Effekte
  • Software
  • Lernprogramme
  • Zubehör
  • Lautsprecher
  • Halbpedal-Funktion (half-pedaling)
  • Einstellbare Anschlagsdynamik

Nachfolgend kannst du lesen, was es mit den jeweiligen Kriterien auf sich hat und erfährst, weshalb es für dich sinnvoll ist ein E-Piano unter diesen Gesichtspunkten zu erwerben oder eben nicht.

Typ

Es gibt Home Pianos, Stage Pianos, Ensemble Pianos und Portable Pianos. Die verschiedenen Arten unterscheiden sich prinzipiell in ihrem Gewicht, der elektrischen Ausstattung und dem Preis.

Legst du beispielsweise darauf wert, dass das Piano transportabel und leicht zu verstauen ist, solltest du das Stage Piano oder das Portable Piano in Betracht ziehen. Letzteres verfügt dafür über weniger technische Funktionen. Du findest dort meist nur eine einfache Tastatur ohne spezielle Anschlagdynamik oder Hammermechanik. Auch den Klang kann man nicht mit den anderen Produkten vergleichen.

Hingegen steht das Stage Piano den robusteren Arten um fast nichts nach. Für manche Musizierende können die Lautsprecher zu klein sein, falls diese überhaupt eingebaut sind. Dieses Problem lässt sich aber mit einem Zukauf lösen.

Beim Home Piano sind die Lautsprecher fest verbaut. Da es einen festen Standort benötigt, kann es nicht transportiert werden. Auch das Gewicht wäre dafür zu hoch.

Das Ensemble Piano ist der Alleskönner unter den Varianten. Es ist als Home oder Stage Piano erhältlich und eignet sich besonders gut für komplexere Ansprüche. Es bietet viele Funktionen und erfordert daher, dass du dich umfangreich mit der Bedienung beschäftigst.

Welcher Piano Typ der richtige für dich ist, hängt von deinen Bedürfnissen ab. Grundlegend solltest du für dich unterscheiden, ob es für den Transport geeignet sein soll oder nicht. Ist diese Entscheidung getroffen, können dein Spiel-Level und der Preis weitere Richtwerte für dich sein.

Größe

Eine einheitliche Größe gibt es nicht. Die Pianos sind in den verschiedensten Ausführungen erhältlich. Dennoch ist ein ausschlaggebender Aspekt für die Größe die Anzahl der Tasten. Kaufst du dir ein Piano mit 88 Tasten, musst du mit einer Länge von mindestens 122,7 Zentimeter rechnen. Das ist die Standardbreite einer Klaviertastatur – das Gehäuse kann das Piano insgesamt aber länger machen.

Bei einer Klaviatur mit nur 61 Tasten beträgt die Länge weniger als einen Meter. Die Tiefe des Pianos bei den meisten Produkten um die 30 Zentimeter. Die Höhe beläuft sich meist auf ca. 70 bis 75 Zentimeter. Hast du einen variablen Keyboard-Ständer, kannst du die Höhe individuell für dich einstellen. Ansonsten solltest du unbedingt zu einem passenden Klavierhocker greifen.

Welche Größe du bevorzugst, hängt von deinen Anforderungen an die technischen Details, dem Preis, deinem Spiel-Level sowie von dem verfügbaren Platz ab. Grundsätzlich ist ein 88 Tasten-Klavier empfehlenswert, wenn du ein authentisches Spielgefühl bevorzugst. In diesem Fall ist das E-Piano mindestens 122,7 Zentimeter lang.

Gewicht

Auch hier kannst du wieder zwischen den verschiedenen Typen unterscheiden. Tragbare Pianos fallen leichter aus. Diese wiegen meist 10 bis 15 Kilogramm. Home Pianos können bis zu 38 Kilogramm wiegen.

Achte hier wiederrum auf deine Bedürfnisse. Möchtest du das Piano transportieren? Dann wähle ein Gewicht, dass für dich tragbar ist. Wenn du ohnehin ein Home Piano wählst, wird dieser Aspekt weniger wichtig für dich sein. Dennoch solltest du daran denken, dass auch diese Variante zumindest bei der Anschaffung oder auch bei sonstigen vereinzelten Anlässen transportiert werden muss.

Farbe

Die klassischen Farben der Pianos sind schwarz und weiß. Die richtige Wahl triffst du, indem du deinem Geschmack vertraust. Es gibt auch hin und wieder farbige Produkte, falls du ein ausgefalleneres Design wünschst.

Zu beachten ist, dass auf schwarzen E-Pianos der Staub gut sichtbar ist. Bei weißen Exemplaren fällt das weniger auf – dafür sind andere Flecken leichter sichtbar.

Polyphonie

Bei der Polyphonie handelt es sich um die Vielstimmigkeit. Sie gibt an, wie viele Stimmen dein Piano gleichzeitig erzeugen und abspielen kann. Bei E-Pianos kannst du üblicherweise zwischen den folgenden Werten unterscheiden: 32-stimmig, 64-stimmig, 128-stimmig oder auch 256-stimmig (bis obenhin sind keine Grenzen gesetzt).

Für Anfänger reicht eine Polyphonie von 32 beziehungsweise 64 Stimmen. Höherwertige Produkte besitzen mindestens 128 Stimmen, meist sogar 256. Der höhere Polyphonie-Wert ermöglicht es dir, mit übereinandergelegten Tönen zu spielen und mehr Melodien und Töne zu produzieren.

Anzahl der Tasten

E-Pianos gibt es gewöhnlich mit 49, 61, 76 oder 88 Tasten zu kaufen. Ein akustisches Klavier oder ein Flügel besitzt 88 Tasten, genau so auch die meisten E-Pianos. 52 Tasten dieser Standard Version sind in weiß gehalten und 36 in schwarz.

Der Tonumfang geht von A-C. E-Pianos mit weniger Tasten haben folglich auch einen weit geringeren Tonumfang, wodurch sich die Anzahl der spielbarer Klavierstücke in Grenzen hält. Für Anfänger sind sie aber aufgrund des günstigeren Preises zum Einstieg trotzdem geeignet.Auch wenn du ein portable piano möchtest, musst du in den meisten Fällen auf Objekte mit weniger Tasten zurückgreifen.

Tastatur

Die Stichwörter sind: Anschlagdynamik und Graded Hammer Tastatur.

Ersteres bezieht sich auf die Lautstärke des Tons. Schlägst du die Taste fest an, ist der Ton lauter. Spielst du mit wenig Druck, ist es leiser. Die Anschlagdynamik ist für viele eine Voraussetzung beim Kauf. Das ist gerechtfertigt, weil sie maßgeblich für das Spielgefühl ist. Bei der Graded Hammer Tastatur steht die Gewichtung im Fokus.

Die Tasten beim E-Piano besitzen nicht dieselbe Mechanik wie das akustische Pendant. Diese wird aber nachgeahmt. Einfach gesagt, geht es bei der Graded Hammer Tastatur um den Druck, den du ausüben musst, damit der Ton erzeugt wird. Bei tieferen Tönen musst du fester anschlagen, bei höheren Tönen reicht wenig Druck.

Wenn du ein authentisches Spielerlebnis möchtest, sollten diese zwei Kriterien gegeben sein. Das spiegelt sich dann auch im Preis wieder, jedoch erlebst du dafür das Spielen wie am akustischen Original.

Metronom

Ein Metronom gibt den Takt an. Es hilft dir beim gleichmäßigen Spielen und kann individuell dazu geschalten werden. Die meisten Digitalpianos verfügen darüber. Du kannst das gewünschte Tempo selber festlegen. Gerechnet wird es in beats per minute (bpm) – das sind die Schläge pro Minute. Dieses Kriterium ist fast immer vorzufinden. Speziell für Anfänger ist es hilfreich. Alternativ kannst du auch ein seperates Metronom benutzen.

Begleitstyle / Demos

Die Styles und Demos sind als Begleitung gedacht. Sie bestehen aus Rhythmus, Bass und Begleitinstrumenten. Bei den Demos sind Melodien oder Songs gespeichert und zum Abspielen bereit.

Wenn du mit Begleitung spielen willst, ohne dass andere Musizierende vor Ort sind, ist das ein wichtiger Punkt für dich. Je nach Preis und Arten haben manche Produkte mehr Styles im Repertoire. Besonders Ensemble Pianos besitzen eine große Vielfalt.

Anschlüsse

Digitalpianos können folgende Anschlüsse haben: MIDI-Schnittstelle, Bluetooth, USB-Anschluss, Klinkenanschluss, Aux Out / In.

Alle E-Pianos besitzen einen Klinkenanschluss. Darüber kannst du zum einen Kopfhörer anschließen oder auch die Verbindung zum PC oder anderen Geräten herstellen. Das gilt auch für MIDI- und USB-Anschlüsse. Die Bluetooth-Synchronisation ist meist nur für Kopfhörer gedacht. Beim Aux-Out-Anschluss kannst du das Piano an einen Verstärker anhängen. Der Aux-In-Anschluss ist dafür gedacht, dass du eine externe Sound-Quelle (beispielsweise Mp3-Player) über das Piano laufen lässt.

Wenn du dein Piano mit anderen verbinden möchtest beziehungsweise aufnehmen willst, ist zumindest ein Anschluss essentiell. Beim MIDI-Anschluss werden nur Informationen übertragen und keine Töne. Du brauchst dafür also eine Treibersoftware, die der Hersteller anbietet. Für die Nachbearbeitung ist dieser Anschluss der richtige, da du die einzelnen Töne bearbeiten kannst.

Kopfhörer auf E-Piano

E-Pianos verfügen meist über viele Anschlussmöglichkeiten für Geräte oder Kopfhörer. So kann ein Digitalpiano auch für das Produzieren von Melodien und Beats interessant sein. (Foto: Kai Pilger / pexels.com)

Split-Funktion

Mit der Split-Funktion kannst du zwei verschiedene Klänge spielen. Das erfolgt, indem das Piano sozusagen klangtechnisch geteilt  wird. Die linke Hand spielt dann beispielsweise einen Orgel-Sound, während die rechte das reguläre Piano spielt. Die preiswerten Modelle verfügen meist nicht darüber. Wenn du gerne mit deiner Musik experimentieren möchtest, kann die Split-Funktion für dich interessant sein.

Duale Funktion

Du kannst mit der dualen Funktion zwei Sounds übereinander legen und gleichzeitig spielen. Die Lautstärkenkontrolle für die beiden Sounds ist getrennt. Dein Piano benötigt dazu mindestens eine Polyphonie von 128 Stimmen, damit das volle Klangspektrum hörbar ist und nichts abgeschnitten wird. Diese Funktion ist praktisch, wenn du mehr Möglichkeiten zum Spielen bevorzugst. Für Anfänger ist die duale Funktion nicht prioritär.

Aufnahme-Funktion

Die Aufnahme-Funktion ermöglicht es dir, dein Gespieltes direkt am Piano – also ohne Computer – aufzunehmen und abzuspielen. Dafür benötigt es Speicher und der ist vor allem bei teureren Produkten vorzufinden. Du kannst auch direkt mit der Aufnahme mitspielen, sodass es den Anschein erweckt, als würden zwei Pianos spielen. Auch für Begleitöne ist die Aufnahmefunktion anwendbar.

Diese Funktion bringt ebenfalls mehr Vielfalt in das Musizieren. Entscheide dich dafür, wenn du darauf Wert legst und gerne mit eigenen Melodien experimentierst.

Display

Bei den teureren Modellen ist auch ein Display enthalten. Darauf kannst du Einstellungen vornehmen, die Lautstärke regeln und andere Funktionen verwalten.

Für erfahrene Spieler, die mit vielen technischen Einstellungen arbeiten möchten, ist die digitale Version oft angenehmer. Ansonsten reicht auch die analoge Standard-Variante. Bedenken solltest du auch, dass ein Display im Dunkeln von Vorteil sein kann, sofern es beleuchtet ist.

Transponieren

So wie das akustische Piano die Töne aufgrund einer Mechanik erzeugt, handelt es sich beim Digitalpiano um „Samples“. Diese sind aufgenommen Töne, welche beim Anschlag der einzelnen Tasten wiedergegeben werden. Je nach Qualität des Pianos werden diese Töne entweder einzeln gesampelt oder transponiert. Bei einem transponierten Ton wird dasselbe Sample für mehrere Töne verwendet.

Für Anfänger ist der Unterschied marginal und nicht eindeutig hörbar. Für erfahrene Pianisten macht dieses Kriterium den Unterschied. Du solltest also zu einem teureren Gerät greifen, wenn dir natürlicher und klarer Sound wichtig ist. Oft klingen die transponierten Töne im wahrsten Sinne des Wortes „digital“ und künstlich.

Transposition

Mit der Transposition kannst du mit einem Knopfdruck alle Töne um einen bestimmten Interval – beispielsweise eine Terz – erhöhen. Diese Funktion ist für erfahrene Pianisten wichtig. Solltest du dennoch darauf Wert legen, musst du damit rechnen, zu einem höherpreisigen Piano greifen zu müssen.

Effekte

Klang ist nicht gleich Klang – es gibt Reverb, Chorus, Delay, Phaser und Flanger. Ein Equalizer eignet sich zur Feinabstufung von Frequenzen innerhalb eines Tones und hilft dir, den Klang anzupassen. Du kannst beispielsweise den Bass verstärken oder Hall eingeben.

Auch für die Sounds ist der Equalizer maßgeblich, da er die Authentizität des Klanges bewerkstelligt und anpassbar macht. Des Weiteren kannst du einstellen, ob der Ton dumpf oder spitz klingen soll. Diese Funktion ist für Anfänger wenig relevant. Möchtest du Aufnahmen oder andere fortgeschrittene Handlungen vornehmen, sind die Effekte, die mit Hilfe des Equalizers erzeugt werden, von Vorteil.

Software

Mithilfe einer PC-Software kannst du deine Stücke und Klänge vom Piano aufnehmen. Es gibt dabei zwei Möglichkeiten: Entweder du nimmst das Gespielte direkt vom Piano auf, oder du schließt dein E-Piano per Midi an, was dir erlaubt noch andere Klänge vom PC zu nutzen. Für die erste Methode sollte dein E-Piano über einen Line-Out Ausgang verfügt, alternativ kannst du aber auch den Kopfhörer Ausgang benutzen.

Bei der zweiten Variante wird ein Midi-Ausgang oder ein USB-Ausgang benötigt. Je nach Anschluss brauchst du dann entweder ein Midikabel, ein Midi-to-USB-Kabel oder ein normales USB-Kabel. Die meisten modernen E-Pianos haben bereits einen USB-Anschluss mit eingebautem MIDI-Konverter.

Dann benötigt man noch ein Treiber für das Betriebssystem, welcher aber üblicherweise bei E-Pianos inkludiert ist. Aber auch wenn du dich für ein E-Piano ohne Treiber entscheidest, kannst du zum Beispiel den kostenfreien ASIO4ALL-Treiber verwenden, welcher fast alle E-Pianos unterstützt.

Hast du das E-Piano mit dem PC verbunden, ist die Softwareanwendung an der Reihe. Hier hast du eine große Auswahl an sowohl kostenlosen (z.B: No23 Recorder oder Anvil Studio), als auch kostenpflichtigen Softwares (z.B.: Cubase). Je nachdem ob du Anfänger oder Fortgeschritten bist, wirst du mehr oder weniger Funktionen und daher bessere und teurere Anwendungen brauchen.

Lernprogramme

Viele E-Pianos besitzen in ihrer Grundausstattung integrierte Lernprogramme. Bist du also Klavieranfänger, macht es durchaus Sinn auf das Vorhandensein solcher Angebote zu achten. Bei den meisten Modellen beschränken sich diese Möglichkeiten auf verschiedene Zusatzfunktionen mit Hilfestellungen.

Es gibt aber auch E-Pianos, welche sehr viele Musikstücke mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden gespeichert haben und diese in Notenschrift anzeigt. Weitere mögliche, hilfreiche Features sind integrierte aufeinander abgestimmte Kurse über das Notenlesen, die richtige Handhaltung, etc.

Je nachdem ob du Anfänger oder Fortgeschrittener bist, Klavierunterricht belegst oder dir alles selber beibringen möchtest, solltest du ein Augenmerk auf die zusätzlichen Lernprogramme von E-Pianos legen.

Zubehör

Wie bereits weiter oben genauer erläutert, gehört zum Lieferumfang eines E-Pianos meistens noch ein Set aus verschiedenem Zubehör an. Diese haben wir dir hier nochmal aufgelistet damit du vor dem Kauf nachkontrollieren kannst, was für dich von Nutzen und im Preis enthalten ist.

  • Pedal
  • Kopfhörer
  • Klavierhocker
  • Klinken-Adapter
  • Notenständer (oft bereits integriert)
  • Schutzhülle
  • Tragetasche

Lautsprecher

Die meisten E-Pianos haben integrierte Lautsprecher, diese können aber in ihrer Qualität sehr unterschiedlich sein. IBist du mit dem Klangbild nicht zufrieden, kannst du dir externe Boxen kaufen und diese als Ergänzung zu den eingebauten Lautsprechern anschließen. E-Pianos ohne eingebaute Boxen werden zum Beispiel in Studios verwendet, wo die Boxen im Studio den Sound übernehmen.

Halbpedal-Funktion (half-pedaling)

Eine Halbpedal-funktion wirkt sich aus die Tondauer und ihr Ausklingen aus, man kann mit ihr die Intensität der Tondämpfung variieren. Über diese Funktion verfügen meist nur E-Pianos der höheren Preisklasse.

Einstellbare Anschlagsdynamik

Bei vielen E-Pianos lässt sich die Anschlagdynamik auf drei Stufen verstellen. Damit erreicht man besseren Sound, Spiel- und Tastengefühl. Ob und wie viele Effekte einstellbar sind, ist von Produkt zu Produkt unterschiedlich und je nachdem ob du Anfänger oder Profi bist, solltest du dem mehr oder weniger Bedeutung zuschreiben.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema E-Piano

Wie pflege ich ein E-Piano richtig?

Das wichtigste bei der Reinigung: Vorsicht! Greife nie zu aggressiven Putzmitteln oder kratzigen Putzutensilien. Mikrofaser-Tücher sind die richtige Wahl. Zum Abstauben kannst du einen Staubwedel nehmen oder sonstige Staubmagneten. Mit einer Mischung aus Wasser, Spülmittel und ein wenig Essigessenz solltest du alle möglichen Flecken säubern können.

Diese Mittel hat jeder Zuhause und sie sind schonend und dennoch effizient. Zur guten Pflege gehört eine Schutzabdeckung, die du auf die Tasten legst, wenn du das E-Piano nicht verwendest. Diese Hüllen schützen vor Staub und Dreck.

E-Piano Tasten quietschen – Was kann ich dagegen tun?

Da hilft nur eines: Fett. In der Tastatur sind Gummidämpfer, die Taste und Hammer verbinden. Sollten diese mit dem Fett in Verbindung kommen, dürfen sie keinesfalls aufquellen. Wichtig ist also, dass du ein Fett verwendest, das kunststoffverträglich ist. Es darf nicht verharzen. Nimm am besten ein spezielles Öl direkt vom Händler. Ansonsten wird in diversen Foren auch Teflontrockenschmierstoff empfohlen – das ist Kettenfett für Motorräder.

Du musst das E-Piano aufschrauben. Wie das genau funktioniert solltest du auf alle Fälle speziell für dein Piano recherchieren. Markiere oder beschrifte alle Schrauben, wenn du sie entfernst – es darf keine übrig bleiben. Dann schmierst du den beweglichen Teil der Tasten mit dem Fett ein. Hierfür kannst du auf Wattestäbchen zurückgreifen. Nun wieder zuschrauben.

Wir empfehlen dir die Reperatur von einem Fachmann durchführen zu lassen. Die Gefahr ist zu groß, dass dein Musikinstrument bei dem Versuch, es eigenständig zu reparieren, zu Schaden kommt.

Wie kann ich ein E-Piano mit dem Computer verbinden?

Schließt du das Piano am PC an, kannst du die Musik aufzeichnen, bearbeiten und abspielen. Für viele Musizierende ist das essentiell. Auch für Anfänger kann das computerunterstützte Üben sinnvoll sein. Möglichkeiten für die Verbindung sind:

USB-Kabel

Das USB-Kabel wird am Piano an einem USB-Anschluss angeschlossen. Das andere Ende ist ein USB-Anschluss, das am PC angeschlossen wird. Nun muss nur noch eine Treibersoftware installiert werden und schon kannst du loslegen. Die passende Software erhältst du meist als CD beim Kauf oder auf der Webseite des Händlers.

MIDI-Kabel

MIDI steht für “Musical Instruments Digital Interface”. Über das MIDI-Protokoll werden Steuerinformationen gesendet. Dadurch können die gesendeten, einzelnen Informationen nachbearbeitet werden. Gesendet werden Tonhöhe, Tondauer, Anschlagstärke und Taktart. Es gibt die MIDI IN-/OUT- und THRU-Buchsen.

Über die OUT-Buchse wird das Signal vom Piano abgeschickt, über THRU unbearbeitet weitergeleitet (du kannst mehrere Geräte hintereinander schalten) und über IN empfangen. Damit du das E-Piano am PC anschließen kannst, musst du das Kabel an der OUT-Buchse anschließen.

Klinken-Kabel

Der Klinkeneingang ist der Eingang für die Kopfhörer. Überprüfe dafür, welchen Klinkeneingang dein Digitalpiano hat. Hat dein Digitalpiano einen kleinen Klinkeneingang, brauchst du nichts weiter. Hat es einen großen Klinkeneingang oder Cinch-Ausgang brauchst du ein Adapterkabel.

Wie kann ich ein E-Piano an ein Mischpult / iPad anschließen?

Für das Mischpult brauchst du meistens einen der runden Stecker. Dabei handelt es sich um einen sogenannten DIN-Anschluss. Das Kabel wird in den Mono-Out-Ausgang des E-Pianos gesteckt. Die andere Seite kommt in den Line-In-Anschluss des Mischpultes. Den OUTPUT des Digitalpianos verbindest du mit einem zweiten Kabel mit dem INPUT des Mischpultes.

Um dein E-Piano am iPad anzuschließen, brauchst du ein spezielles Kabel. Das nennt sich “USB-MIDI-Interface” und es sollte class-compliant (auf Windows oder OS X ohne Treibersoftware funktionierend) sein. Alternativ gibt es auch MIDI-Interfaces, welche für iOS-Geräte konzipiert sind.

Damit verbindest du das E-Piano (MIDI-OUT) und das Apple-Gerät. Abseits davon gibt es auch einen Adapter. Das Kabel steckst du zunächst in die MIDI-OUT-Buchse des E-Pianos. Am Adapter schließt du es an die MIDI-IN-Buchse an. Auf der anderen Seite des Adapters ist nur ein Anschluss verfügbar.

Dort steckst du das mitgelieferte Kabel ein, das am anderen Kabelende einen Lightning-Stecker für dein iPad haben sollte. Manche Adapter kannst du auch direkt – also ohne weiteres Kabel – an das Apple-Gerät anschließen.

Wie ist der durchschnittliche Stromverbrauch eines E-Pianos?

Der Stromverbrauch variiert mit der Lautstärke der Lautsprecher. Die meisten Digital-Pianos verfügen über eine Ausgansgsleistung von 12 Watt bis hin zu 80 Watt.

Die Watt-Leistung deines E-Pianos sollte der Größe des Raumes angepasst sein, in dem du spielst. Ist der Raum klein, sind 24 Watt Ausgangsleistung empfehlenswert, alles darunter ergibt einen nur sehr schwachen und dünnen Ton.

Kann ich ein E-Piano ohne Strom betreiben?

Grundsätzlich ist zum Benutzen eines E-Pianos Stromversorgung notwendig. Möchtest du aber zum Beispiel in der freien Natur spielen, gibt es die Möglichkeit auf Akkuboxen oder Stromaggregaten auszuweichen.

Die Geschichte des E-Pianos

Die ersten Versuche, Elektrizität und Tasteninstrumente miteinander in Verbindung zu bringen gab es bereits Ende des 19. Jahrhunderts. Vorreiter war das Elektrophobische Klavier, eine Erfindung von Richard Eisenmann im Jahre 1886. Ströme und Elektromagnete wurden so appliziert, dass Töne so lange weiter klangen wie der Tastendruck anhielt.

1930 erfand Benjamin Miessner das elektrifizierte Piano. Er wandelte die Schwingungen der Stahlsaiten mithilfe des Elektromagnetismus in elektrische Ströme um, die durch einen Verstärker hörbar wurden. Es war also ein akustisches Klavier mit Tonabnehmer.

Besonders aktuell war das Thema E-Piano in den 1960er Jahren mit dem Aufkommen der Pop-Ära. Akustische Pianos waren zu schwer und groß für die Bühne, daher experimentierte man mit Alternativen.

Sehr bekannt wurde das “Wurlitzer Piano”, welches anstatt Saiten dünne, unterschiedlich große Metallplättchen besaß. Dass der Klang nicht mehr viel mit dem eines echten Klaviers zu tun hatte, war in der damaligen Musikbranche egal, wenn nicht sogar gerne gesehen. Auch das “Rhodes Electric Piano” war zu dieser Zeit sehr beliebt. Es basierte auf derselben Idee, brachte aber den Ton durch zwei unterschiedlich schweren Stimmstäben zum Schwingen, wodurch der Klang in verschiedene Nuancen verstärkt werden konnte.

Aber auch in Europa tüftelte man daran, Pianos portabler zu machen. Der deutsche Instrumentenbauer Hohner blieb bei schwingenden Saiten, machte sie allerdings dünner und kürzer. Er nannte es “Clavinet”.

Auch aus Japan brachte Yamaha brachte zu dieser schon eine bedeutende Klavier Serie auf den Markt. Anfang der 1970er wurden dann Klänge synthetisch mit analoger Schaltung hergestellt. Das Spielen dieser Klänge möglichst dynamisch zu machen war eine große technische Herausforderung.

Der Durchbruch gelang der Marke Roland, welcher mithilfe der Verwendung zweier Sensoren lautere und leisere Töne erzeugen konnte.

Auch heute ist man immer noch versucht, den Klang eines E-Pianos zu verbessern, um dem eines akustischen Klaviers noch naher zu kommen.

5 E-Piano-Effekte, die du unbedingt brauchst

Je nach Produkt bieten E-Pianos heutzutage eine große Palette an verschiedenen Effekten. Wie bei den Kaufkriterien schon erläutert, zählen zu den wohl wichtigsten:

  • Equalizer (dient zur Feinabstufung und Bearbeitung von Frequenzen innerhalb eines Tones)
  • Reverb (regelbarer Halleffekt zur räumlichen Anpassung)
  • Chorus (dient zur Klangverbreitung)
  • Delay (so etwas wie ein Echo- in Verbindung mit dem Hall bewirkt es ein effektvolles Ambiente)
  • Phaser (oder ähnliche vom Chorus abgeleitete Effekte verändern den Charakter des Klangs auf verschiedene Art und Weise)

Wie bleibe ich motiviert, wenn ich E-Piano spielen lerne?

Wenn man sich dazu entschließt, mit dem Lernen eines Musikinstrumentes zu beginnen, ist die Motivation und Begeisterung natürlich erstmal riesengroß. Dies kann sich aber leider schnell ändern, wenn Fortschritte länger Zeit brauchen als man zu Beginn vermutet hat. Regelmäßiges Üben ist aber unbedingt notwendig, denn ohne Fleiß kein Preis.

Hier haben wir dir einige Tipps zusammengestellt, die dir helfen können dich zum Klavierüben aufzuraffen und deine Motivation neu entflammen lassen können:

  • Höre dir Musikstücke deiner Lieblingspianisten an.
  • Erinnere dich zurück an die Gründe die dich dazu veranlasst haben, mit dem Klavierspielen zu beginnen.
  • Überleg erst gar nicht ob du gerade Lust zum Spielen hast oder nicht- mach es einfach! So hat der innere Schweinehund nicht einmal Zeit sich bemerkbar zu machen.
  • Vielen hilft es, regelmäßige Übungsstunden einzuplanen und im Kalender festzuhalten. Eine gewisse Routine kann kann sogar einen kleinen Suchtfaktor entstehen lassen.
  • Setze dir eine niedrige Zeitvorgabe, wie 10 Minuten. Hast du dann immer noch keine Lust darfst du aufhören, meistens willst du aber dann weiterspielen und dich an dem aktuellen Stück verbessern.
  • Versetze dich in Gedanken in die Situation, wenn du vor deinem E-Piano sitzt und das Stück, an dem du gerade arbeitest völlig fehlerfrei spielen kannst. Wenn du dich ganz bildlich, detailreich und mit allen Sinnen in diese Situation hineinversetzen kannst, regt das die Motivation so sehr an, dass du meistens wirklich spielen möchtest.
  • Einer der banalsten aber wirksamsten Motivationstricks ist die Belohnung. Setze dir ein Ziel und belohne dich mit einem Keks oder einer Folge deiner Lieblingsserie. Vergiss aber dabei nicht, dass wahre Motivation eigentlich von innen kommen sollte!
  • Setze dir spezifische Ziele. Dies können kleine sein wie ein spezielles Musikstück oder ein auch etwas größeres wie ein Auftritt.
  • Erkenne deine Erfolge an und sei zufrieden mit deinen Leistungen. Dadurch wird das Spielen schneller zu einer Leidenschaft, als wenn du dir selbst zu viel Druck machst und dich überforderst.
  • Schaue dir Youtube Clips an oder folge guten Piano-Spielern auf sozialen Medien. Somit wirst du ständig an dein Musikinstrument erinnert und siehst was auch du einmal erreich kannst.
  • Such dir einen Übungs-Buddy. Ein gemeinsames Hobby vertieft Freundschaften und ihr könnt euch gegenseitig motivieren und helfen.

Wichtige Begriffe kurz erklärt: Samples, Pure CF Sound Engine, Reverb und Dämpfer-Resonanz

Wenn du dich mit dem Thema E-Piano auseinandersetzt, wirst du früher oder später über einige Begriffe stolpern, die dir nichts sagen werden, wenn du in der Musikbranche unerfahren bist. Hier eine kurze Erklärung zu so manchen Stichworten:

Samples: Man kann Klaviertöne aufnehmen, speichern und dann auf einem elektrischen oder Digitalpiano per Tastendruck wieder abspielen. Ein Teil einer Tonaufnahme kann somit in einem neuen Musikstück wiederverwendet werden. Dafür braucht man in der Regel eine geeignete Hard- oder Software.

Pure CF Sound Engine: Diese Technologie nimmt Töne von Samples in allen Lautstärken einzeln auf. Dies ergibt einen natürlicheren Klang, da die Lautstärken nicht mehr mit Hilfe eines PC’s umgerechnet werden müssen.

Reverb: Diese Funktion, auch Halleffekt genannt, gibt Tönen mehr Raum und lässst Klänge miteinander verschmelzen. Dadurch wird ein Klangbild simuliert, welches einem akustischen Klavier relativ nahe kommt.

Dämpfer-Resonanz: Drückt man bei einem akustischen Klavier das Dampferpedal nach unten, werden alle Dämpfer von den Saiten abgehoben, damit diese schwingen können. Dieser Effekt wird durch die Dämpfer-Resonanz eines E-Pianos simuliert.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] http://www.tagesspiegel.de/kultur/das-e-piano-auf-dem-vormarsch-liebling-ich-habe-das-piano-geschrumpft/19527920.html


[2] https://www.keyboards.de/stories/studie-klavierspielen-als-medizin/


[3] https://www.klavier-lernen.de/klavier-spielen-lernen/lernvideos/

Bildnachweis: Didgeman / pixabay.com

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