Willkommen bei unserem großen E-Drums Test 2018. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten E-Drums. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, die für dich besten E-Drums zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir E-Drums kaufen möchtest.

Das Wichtigste in Kürze

  • Elektronische Schlagzeuge haben oft den Ruf keine Instrumente, sondern lediglich Spielzeuge für Musiker zu sein. Aussagen wie „Wer wirklich Drums spielen will, spielt auf akustischen Drums“ oder „wenn der Drummer auf elektrischen Drums spielt verlasse ich das Konzert“ sind leider keine Seltenheit.
  • Doch in den letzten Jahren haben Hersteller bewiesen, dass vor allen Dingen hochpreisige E-Drums ernst zu nehmende Instrumente sind, die in der Spielbarkeit akustischen Drums in (fast) keiner Weise nachstehen – und mit einer ganzen Menge an Vorteilen daher kommen.
  • Der folgende Artikel beantwortet die wichtigsten Fragen bezüglich E-Drums und zeigt dir auf, worauf du beim Kauf deines (fast) lautlosen Schlagzeugsets achten solltest.

E-Drums Test: Das Ranking

Platz 1: ION Audio Redline Drums Beleuchtetes elektronisches Schlagzeug

Platz 2: Alesis DM Lite Kit, Elektronisches Schlagzeug e-Drum Set

Platz 3: XDrum DD-400 E-Drum-Set Komplettset

Platz 4: Alesis Burst Kit, Elektronisches Schlagzeug e-Drum Set

Platz 5: DD-5500 Pro E-Drum Kit Schlagzeug

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du dir E-Drums kaufst

Akustisches oder elektrisches Schlagzeug?

Vor allen Dingen als Anfänger steht man vor der Frage, ob man sich ein akustisches oder ein elektronisches Schlagzeug anschaffen soll. Die kurze Antwort lautet: Im Idealfall kaufst du dir sowohl als auch. Denn beide Bauarten bringen entsprechende Vor- und Nachteile mit sich.

Das größte Problem an einem akustischen Schlagzeug ist die Lautstärke. Nicht umsonst stehen die meisten Schlagzeuge im Keller in weniger dicht besiedelten Umgebungen: an vielen Orten ist das Spielen eines akustischen Drumsets einfach keine Option; in diesem Fall erledigt sich die Frage und ein elektronisches Schlagzeug ist die beste Wahl.

Diese sind ab einer bestimmten Preiskategorie auch sehr gut: sowohl schnelle Wirbel als auch krachende Becken werden gut wiedergegeben. Bei teuren Modellen haben die Becken sogar mehrere Touchpoints, sodass, je nach dem wo du das Becken anschlägst ein anderer Klang wiedergegeben wird.

Doch egal wie viel du für dein elektronisches Schlagzeug ausgeben wirst, der dynamische Umfang des Instrumentes wird nie an ein akustisches Drumset herankommen. Dies ist einfach konstruktionsbedingt. Wer keine Kompromisse bezüglich Spielgefühl und dynamischen Umfangs machen will, soll (muss) auf akustische Drums setzen.

Abgesehen von den niedrigeren dynamischen Umfang und des etwas anderen Spielgefühls hat ein elektronisches Drumkit jedoch nur Vorteile.  So kannst du beispielsweise verschiedene Sounds durch die einzelnen Pads triggern lassen oder deine Drums ganz bequem aufnehmen. Die Tabelle fasst alle wesentlichen Unterschiede zusammen.

E-Drums Akustische Drums
Geringe Lautstärke Sehr hohe Lautstärke, in Mehrfamilienhäusern meist nicht spielbar
Einfach aufzunehmen Mikrofonierung und Optimierung der Raumakustik sehr aufwändig
Große Auswahl an Sounds per Knopfdruck Austauschen der Drums teuer und zeitaufwändig
Leicht und Portabel Schwer und unhandlich
Nachteil: Einfach nicht das beste Spielgefühl Vorteil: Unerreichtes Spielgefühl, hohe Dynamik

Man kann also zusammenfassen, dass man für das Spielen eines akustischen Drums einige Nachteile in Kauf nehmen muss. Im Idealfall hast du im Proberaum ein akustisches Drumkit stehen, während du zuhause mit einem elektronischem Drumkit üben kannst. In diesem Fall musst du im Grunde auch nicht so tief in die Tasche greifen.

Mann spielt E-Drum auf der Straße

E-Drums bieten dir die Möglichkeit, auch gleich deinen Sound aufzunehmen. Zudem kannst du „lautlos“ spielen, indem du Kopfhörer ansteckst. (Foto: Jiroe / unsplash.com)

Wie ist ein elektrisches Schlagzeug aufgebaut?

E-Drums bestehen aus drei Hauptkomponenten:

  • Drummodul
  • Pads
  • Rack

Jede dieser Komponenten übernimmt verschiedene Aufgaben. Am Wichtigsten für die Qualität des Klangs ist das Drummodul, während die Qualität der Pdas maßgeblich das Spielgefühl beeinflusst.

Das Modul

Das Herzstück eines jeden elektronischen Schlagzeugs ist das sogenannte Modul. Ein Schlagzeugmodul ist ein Minicomputer; auf diesem Computer sind die Sounds gespeichert, die von den Pads getriggert werden. Es verfügt über die notwendigen Eingänge, an die du die Becken- und Snare- sowie Tom- Pads anschließen kann. Diese sind teilweise untereinander austauschbar, d.h. du kannst ein hochwertiges Modul mit günstigen Pads „befeuern“ oder andersherum.

Gleichzeitig verfügt das Modul auch über Audioausgänge, sodass du Lautsprecher oder Kopfhörer an das Kit anschließen kannst. Teure Varianten verfügen über LCD-Displays, bei denen du verschiedene Sounds aussuchen kannst oder mittels Equalizer anpassen kannst. Ein USB-Anschluss ist auch bei den meisten Geräten vorhanden, sodass du das Drumkit problemlos an deinen PC anschließen kannst, und mithilfe von Recording-Software aufnehmen kannst.

Bei den Modulen ist vor allen Dingen auch eine Kennzahl besonders entscheidend: die Latenz, das heißt wie lange es nach Anschlag eines Pads dauert bis der Sound abgespielt wird. Latenzen unter 10ms werden von den meisten Schlagzeugern als ideal empfunden. Leider sparen Hersteller oft mit der Angabe bezüglich der Latenzzeit.

Die Pads

An das Schlagzeugmodul werden die Pads angeschlossen. Genau wie beim akustischen Schlagzeug gibt es:

  • Becken-Pads
  • Kick-Drum-Pad
  • Snare-Pad
  • Tom-Pads
  • Hihat

Die Hihat ist das komplizierteste Bauteil. Günstige elektronische Hihats können nicht ansatzweise mit akustischen mithalten. Hier sollte man genau auf die Qualität achten. Hier kann man zwischen zwei Bauweisen unterscheiden:

  1. Die Hihat besteht aus zwei Bauteilen, dem Pedal, sowie einem Pad, das wie ein Tom-Pad aussieht.
  2. Die HiHat sieht genauso wie eine akustische Hihat aus.

Bezüglich Spielgefühl und Qualität des Klangbildes ist die zweite Form der ersten vorzuziehen. Allerdings kostet dies auch deutlich mehr.

Auch bei Snares und Toms kann man zwei Bauweisen unterscheiden. Pads aus Gummi und Pads aus Mesh-Gewebe. Letzere erinnern vom Spielgefühl mehr an akustische Drums und sind schonender für die Handgelenke. Sie sind leiser und lassen sich besser spielen.Sie kommen aber auch mit einem höheren Anschaffungspreis. Selbst bei recht günstigen Kits sind die Snares bereits mit Mesh-Gewebe gefertigt, während die Toms aus Gummi sind. Bei teureren Kits sind alle Trommeln aus Mesh-Gewebe.

Die Oberfläche elektronischer Snares oder Toms besteht entweder aus Gummi oder Mesh-Gewebe. Mesh-Gewebe ist Gummi in jeder Hinsicht vorzuziehen.

Kick-Drum-Pads sind meist breit genug, um auch mittels Doppelpedal bespielt werden zu können. Man sollte allerdings überprüfen, ob das Pad diese Funktion auch unterstützt. Dies wird von den meisten Herstellern mitangegeben.

Teure Pads sind meistens Stereo-Pads, das heißt sie haben verschiedene Triggerzonen (beispielsweise am Rand und in der Mitte). So ist auch das Spielen von Rimshots o.ä. problemlos möglich.

Das Rack

Die Pads und das Modul werden in einem Rack befestigt, sodass man die Pads auch wie bei einem echtem Drumkit anspielen kann. Ein fester Stand und gute Haltemechanismen zeichnen ein hochwertiges Rack aus. Manche Hersteller legen die Kabel auch durch die Rohre der Racks – praktisch, denn so geht nichts verloren und die Kabel bleiben unbeschädigt.

Racks sind, genau wie die Pads, meistens deutlich kleiner als ihr akustisches Gegenstück. Dies ist zum einen von Vorteil, da weniger Platz benötigt wird, andererseits kann es beim erstmaligen Spielen ungewohnt erscheinen. Immerhin: Teure, hochwertige E-Drums sind ihrer Größe mit denen akustischer zu vergleichen.

Wie funktionieren E-Drums?

Die Funktionsweise elektronischer Schlagzeuge ist im Grunde denkbar einfach. Durch Druckeinwirkung auf den Pads (entweder mithilfe eines Sticks oder eines Klöppels) werden elektronische Komponenten im Innern getriggert. Die Spannung verändert sich und ein vorgespeicherter Sound wird abgespielt. Je nachdem wie stark die Spannungsänderung ist wird ein anderer Sound abgespielt.

Diese Funktionsweise lässt sich übrigens auch kreativ nutzen: so kannst du bei teuren Drums unterschiedlichen Anschlägsstärken komplett unterschiedliche Sounds zuweisen. Wenn du die Snare beispielsweise ganz sanft anspielst kann ein Rascheln ertönen, oder wenn du mit aller Gewalt auf ein Becken schlägst ein Donner – der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

Wo kann ich E-Drums kaufen?

E-Drums kannst du sowohl online als auch in lokalen Musikgeschäften erwerben. Die Anbieter, die in Deutschland die größte Auswahl online anbieten sind insbesondere:

  • Thomann
  • Amazon
  • Ebay
  • musicstore.de

Es kann sich durchaus lohnen, die verschiedenen Stores bezüglich ihres Angebots zu vergleichen, da (leider) nicht alle verfügbaren E-Drums von einem einzigen Händler gelistet werden.

Wie teuer ist ein E-Drum-Set?

Die Preise für E-Drums variieren sehr stark. Sehr sehr günstige Modelle gibt es bereits für 250€; von diesen sei aber im Allgemeinem abzuraten. Die teuersten E-Drums liegen bei über 10.000€ – diese sind dann aber auch nur noch sehr schwer von akustischen Schlagzeugen in Klang und Spielweise zu unterscheiden, während sie die vielfältigen Vorteile der elektronischen Bauart mit sich bringen.

Wie laut sind elektronische Drums?

Klar, elektronische Drums sind viel viel leiser als ein akustisches Schlagzeug: Doch mal sollte dich Klangentwicklung auch hier nicht unterschätzen. Vor allen Dingen das Hämmern gegen die Kick und die Snare kann einiges an Lautstärke mit sich bringen. Eine gute Trittschallisolierung kann hier Wunder wirken.

Wie kann ich elektronische Drumkits aufnehmen?

Hier bieten sich in der Regel zwei Möglichkeiten kann: Entweder du nimmst den Audio-Output deines Schlagzeugs mit deinem Audio-Interface auf oder du recordest in deinem Audio-Sequencer eine MIDI-Spur, die dann bestimmte Sounds eines virtuellen Instrumentes triggert.

Wenn du den Audio-Output abnimmst erhälst du tatsächlich auch den Sound den du beim Spielen hörst; allerdings gestaltet sich die Nachbearbeitung der Audio-Daten als schwieriger.

Bei MIDI-Spuren erhälst du dir ein Höchstmaß an Flexibilität. Denn du kannst im Nachhinein deine Aufnahme ganz einfach im Timing und der Lautstärke der einzelnen Elemente bearbeiten. Unter Anderem deswegen ist dies auch die Methode der Wahl für die meisten Schlagzeuger. Doch beachte: um hier qualitativ hochwertige Schlagzeugaufnahmen zu bekommen solltest du ein gutes virtuelles Schlagzeug im Form eines VST-Plugins auf deinem Rechner haben. Der Industriestandard ist hier Toontracks „Superior-Drummer“ – dies verursacht zusätzliche Kosten, die du mit einplanen solltest. Für gute virtuelle Schlagzeugaufnahmen benötigst du also:

  • Eine Digital Audio Workstation (DAW, z.B. Apple Logic oder Cubase)
  • Ein Drum-Plugin (z.B. Superior Drummer, Additive Druns, EZDrummer
  • Einen Computer

Klar- das sind unter Umständen noch einmal einige zusätzliche Kosten, die es einzuplanen gilt, doch im Vergleich zu der Aufnahme von akustischen Drums halten sich die Kosten hier in Grenzen.

Pad aus Mesh-Gewebe mit Sticks

Pads aus Mesh-Gewebe ähneln echten Fellen in vielerlei Hinsicht. (Foto: fancycrave1 / pixabay.com)

Entscheidung: Welche Arten von E-Drums gibt es und welche ist die richtige für dich?

Bei E-Drums gilt (leider) die Regel: Teurer ist besser. Deswegen stehst du bei der Auswahl von deinem zukünftigem Drumkit hauptsächlich vor der Entscheidung, wie viel du bereit bist auszugeben. Viele Schlagzeuger sind der Meinung, dass es keinen Sinn ergibt sich ein günstiges elektronisches Drumkit anzuschaffen. Und sie haben viele gute Argumente für ihren Standpunkt.

Vor- und Nachteile von Einsteigermodellen (bis 700€)

E-Drums unter 500-700€ haben oft eher einen Spielzeug-Charakter und erfüllen nicht den Anspruch ein hochwertiges Instrument zu sein. Die Pads sind meistens aus Gummi und haben eine nicht sehr realistische Spielweise, meist hohe Latenzen und die Qualität und Vielfalt der Sounds lässt zu wünschen übrig.

Sie können sich trotzdem hervorragend dazu eignen MIDI-Daten einzuspielen und dann im Nachhinein anzupassen. Einen Platz im Recording-Studio können günstige Drumkits also durchaus haben. Auch wer hauptsächlich ein akustisches Drumkit spielt und nur zum Spielen zwischendurch ein Übungskit sucht, kann aber die Anschaffung eines günstigen Drumkits nachdenken.

Wer allerdings ein E-Drum-Set als sein Hauptinstrument benutzen will und vorhat mehrere Jahre lang das Instrument zu spielen, der sollte sich eher ein Mittelklasse- oder Highend-Modell aussuchen. Denn wie bei vielen anderen Dingen gilt hier auch: „Wer billigt kauft, kauft zwei mal“ – und günstige Drumkits verlieren auch noch rascher ihren Wert als ein Highend-Modell.

Oft wird auch der Standpunkt vertreten, dass man als Anfänger mit einem günstigen Modell starten sollte. Dies ist kein sinnvoller Standpunkt. Denn vorausgesetzt man spielt Schlagzeug für mehrere Jahre wird man sich früher oder später ein neues Drumkit zulegen müssen. Merkt man nach einiger Zeit, dass man doch keine Lust auf Schlagzeug spielen hat, wird man für ein gebrauchtes günstiges E-Drum-Kit nur sehr wenig Geld zurückbekommen – anders verhält sich dies mit teuren, hochwertigen Kits, die teils zu Neupreisen gehandelt werden.

Vorteile
  • Günstig
  • Gut geeignet um MIDI-Daten schnell einzuspielen
  • Meist sehr klein und platzsparend
Nachteile
  • Oft schlecht verarbeitet
  • Hohe Latenzen
  • Qualität der Sounds eher gering
  • unrealistisches Spielgefühl

Wer sich den Nachteilen bewusst ist kann trifft mit dem Roland TD1KV eine gute Wahl im Einsteiger-Bereich. Dieses Kit kommt bereits komplett aufgebaut daher und lässt sich prima in einer Ecke unterbringen. Es hat gute Latenzwerte und eignet sich bestens zum Üben zwischendurch! Dieses Drumkit kostet ungefähr 500€.

Vor- und Nachteile von Mittelklassemodellen (700€-2000€)

Kritiker von Mittelklassemodellen würden sagen, dass Mittelklassemodelle weder Fisch noch Fleisch sind, da sie zwar bereits über ein tolles Spielgefühl besitzen, aber gleichzeitig auch oft an einigen Schwächen leiden. Trotzdem gilt: Wenn du gerne viel Schlagzeug spielst und dein Budget kein High-End-Modell zulässt, bist du mit Mittelklassemodellen sehr gut beraten.

Die Pads der Mittelklassemodelle sind meistens schon sehr gut, nur die Qualität der HiHat und des Drum-Moduls lassen teils zu wünschen übrig. Hier kann es sich unter Umständen lohnen auch noch später aufzurüsten, da man Module auch einzeln erwerben kann (aber prüfen, ob die Komponenten auch miteinander kompatibel sind!).

Vorteile
  • Preis-Leistung
  • Hohe Verarbeitung
Nachteile
  • Oft Mängel in punkto Spielgefühl und Latenzen

Wer nach einem guten Mittelklassemodell sucht, wird mit dem Roland TD 17 KVXE-Kit fündig. Die Verarbeitung ist superb und dieses Modell stellt in seinem Preisumfeld wahrscheinlich die beste Wahl dar. Auch die bei vielen Konkurrenzmodellen bemängelte HiHat ist hier als sehr gut zu bewerten.

Vor- und Nachteile von High-End-Modellen (über 2000€)

Zu guter Letzt noch die High-End-Modelle. Ihr Nachteil liegt auf der Hand: sie sind verhältnismäßig teuer. Doch wie es bei vielen High-End-produkten der Fall ist, ist der Wertverlust dafür auch sehr viel kleiner. Das bedeutet, dass du für dein Drumkit auch noch nach ein paar Jahren eine gute Summe bekommen kannst.

Vorteile
  • Langlebig
  • Tolles Spielgefühl
  • Riesige Auswahl an Sounds
Nachteile
  • Anschaffungspreis vergleichsweise hoch

Wer bereit ist einen hohen Preis zu zahlen, wird mit unglaublichen Drumkits belohnt. Der technische Fortschritt hat es möglich gemacht, dass sich sehr hochwertige E-Drums praktisch genauso wie akustische Drumkits anfühlen können, während sie die Vorteile der elektronischen Variante mit sich bringen. Diese Video verdeutlicht die angesprochenen Aspekte wohl auf beeindruckende Weise:

Übrigens: Der Drummer spielt hier auf Rolands Flagschiff-Modell, dem Roland TD-50KV. Dieses Drumkit kostet ca. 4100€.

High-End E-Drums haben neben der exzellenten Spielweise auch den Vorteil der vielen mitgelieferten Samples in Top-Qualität. Oftmals sind die Pads in bis zu drei Zonen aufgeteilt, sodass je nach Zone ein anderer Sound getriggert wird. Oft verfügen die Module hier auch über eine Masse an Inputs, sodass das Drumkit noch zukünftig erweitert werden kann.

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du E-Drums vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du E-Drums vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Produkt für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Qualität der Pads
  • Latenz
  • Drummodul
  • Hihat

In den nachfolgenden Absätzen kannst du jeweils nachlesen, was es mit den einzelnen Kaufkriterien auf sich hat, und wie du diese einordnen kannst.

Qualität der Pads

Wenn du die Chance hast, an einem E-Drumkit zu sitzen, probiere die Pads aus und achte darauf, wie sensibel sie reagieren. Reagieren sie schon auf ein leichtes Tippen? Kannst du über sie schleifen? Unterscheidet sich der Klang am Rand von dem in der Mitte? Wie schnell kannst du auf dem Pad spielen und wie fühlt es sich generell an?

Dies alles sind wichtige Punkte, um zu beurteilen, wie gut die Pads sind. Achte hier vor allen Dingen auf die HiHat, da diese oft der Schwachpunkt der elektronischen Drumkits ist.

Dummer spielt mit Kopfhörern

Das Equipment für E-Drums unterscheidet sich nicht sehr von jenem für akustische Schlagzeugsets. (Foto: skeeze / pixabay.com)

Latenz

Am allerwichtigsten ist für das tatsächliche Schlagzeugspiel die Latenz, d.h. wie lange es nach Anschlag eines Pads dauert bis der Sound erklingt.

Richtwert hier: die Latenz sollte wenn möglich unter 10ms bleiben. Nur so fühlt sich das Schlagzeugspiel besonders realistisch an.

Drummodul

Für die Qualität des gesamten Kits kommt es natürlich auch auf die Beschaffenheit des Hauptcomputers an.

Achte hier auch auf die Anzahl der verfügbaren Anschlüsse, insbesondere auch die Anzahl der Inputs. So kannst du sicherstellen, dass du in Zukunft dein Drumkit auch noch erweitern kannst.

Die Anzahl der Outputs bestimmt darüber, wieviele verschiedene Audiospuren du am Ende in deine Musiksoftware laden kannst. Wenn es nur eine ist, hast du Becken, Snare etc. gemeinsam auf einer Spur. Das macht die Nachbearbeitung kompliziert. Besser, du hast für jeden Teil des Schlagzeugs (mindestens) eine Spur. Tipp: Wenn du nur die MIDI-Daten aufnimmst, erledigt sich dieser Teil.

Hihat

Noch einmal gesondert aufgeführt sei an dieser Stelle die HiHat. Eine akustische HiHat ist ein recht komplexes Instrument und es auf elektronische Weise nachzubilden ist nicht einfach. Achte also besonders auf die Hihat beim Ausprobieren deines elektronischen Schlagzeugs!

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema E-Drums

Seit wann gibt es E-Drums?

Der Weg zur Entstehung von elektronischen Schlagzeugen begann in den 80er Jahren, als verschiedene Hersteller probierten den Synthesizer-Trend zu folgen und ein synthetisches Schlagzeug zu entwicklen versuchten.

Kurios: Anfangs ging es nur darum bestimmte Sounds zu erstellen, die ein akustisches Drumkit nicht hervorbringen kann. Heute geht es vielmehr darum akustische Schlagzeuge zu simulieren.

Welche Drums sind am besten für Kinder?

Oft sind elektronische Schlagzeuge deutlich kleiner als ihr akustisches Gegenstück. Deswegen empfiehlt sich für Kinder oft eher die elktronische Variante, solange diese schnell reagiert und von qualitativ hochwertiger Beschaffenheit ist.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links


[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Elektronisches_Schlagzeug


[2] https://www.thomann.de/de/onlineexpert_topic_e_drums.html


[3] https://www.bonedo.de/artikel/einzelansicht/e-drum-vergleichstest-elektronische-schlagzeuge-fuer-einsteiger.html

Bildnachweis: osaba / 123RF

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